lost in the
Wir sind ein RPG, das im Jahr 1981 des Potterversums spielt und sich nicht in allen Dingen an das Canongeschehen hält. Eine Registrierung ist nur für volljährige Personen gestattet, da das Thema des Forums extrem düster ist und wir uns aktiv mit gesellschaftlichen Missständen beschäftigen.
Von den Mitspielenden wird erwartet, dass sie Grausamkeit nicht verharmlosen oder romantisieren. Wir wünschen uns komplexe Figuren und eine Auseinandersetzung mit Macht, Trauma und Widerstand.
Tagesaktueller Plot
Das Ingame hat noch nicht gestartet. Es gibt aber bereits einen Vergangenheitsplot, zu dem alle herzlich eingeladen sind!
In der Szene Unter fahlem Mondeslicht spielen wir die ersten Magischen Spiele von November 1980 nach. Wir wissen bereits, dass fast alle Teilnehmer starben und erkunden die Gefühle und Reaktionen unserer Charaktere auf dieses Großereignis.
Ingame-Geschehen
Es ist Juni, das bedeutet für Hogwartsschüler die letzte Lernphase vor den Abschlussprüfungen. Außerhalb der sicheren Umgebung machen Gerüchte die Runde, dass das Zaubergamot eine umfassende Gesetzesreform plant. Für konservative Reinblüter sind das gute Nachrichten, für alle anderen... naja.
Content unserer Mitglieder
Ein großes Danke an Lilith für das Bereitstellen zweier wundervoller Designs!
Ansonsten sind gerade alle herzlich dazu eingeladen Gesuche zu erstellen, die direkt zu Forenstart in die Communityforen wandern werden. Gerade während der aktiven Eröffnungsphase werden sie besonders viel Aufmerksamkeit erfahren <3
Dringend gesucht
Besonders Hogwarts & Hogsmeade würden sich als Fraktion Sicherer Hafen über Zuwachs freuen! Möglich sind Schüler:innen, Lehrpersonal, oder auch Bewohner und dauerhafte Gäste des Dorfes. Findet alles dazu im Fraktionsthema.
| Themenübersicht (Neueste zuerst) |
| Geschrieben von Regulus Black - Gestern, 10:59 |
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Guten Morgen Mandy, Ich hab dir dein Feedback für Hermann mitgebracht!
Das war es aber auch schon! LG Rica |
| Geschrieben von Herman Wintringham - 11.02.2026, 20:54 |
| Er hatte die Zeitung nur nebenbei gekauft, mehr aus Gewohnheit als aus Interesse, und saß jetzt auf einer umgedrehten Holzkiste hinter der Bühne, die Laute locker gegen sein Bein gelehnt. Der Raum war stickig, irgendwo klirrte Glas, jemand lachte zu laut, das dumpfe Murmeln des Publikums vibrierte durch die Wände. Herman blätterte langsam durch den Tagespropheten, sein Blick zunächst leer, routiniert – bis er an der Überschrift hängen blieb. „Magische Spiele.“ Seine Finger stoppten mitten in der Bewegung, das Papier knisterte leise unter dem Druck seiner Hand. Er las den Artikel einmal, dann noch einmal, diesmal Wort für Wort. Je weiter er kam, desto unbeweglicher wurde sein Gesicht. Nur sein Kiefer spannte sich leicht an, kaum sichtbar, aber spürbar für jemanden, der ihn kannte. Seine Augen glitten über Begriffe wie „Läuterung“, „Mehrwert“, „Reform“, und etwas Dunkles, Altes regte sich in ihm nicht Überraschung, sondern Wiedererkennen. Sein Daumen fuhr langsam über die Druckerschwärze, als könnte er die Worte verwischen. Dann atmete er einmal ruhig aus, eine reine Gewohnheitsbewegung, und ließ die Zeitung ein Stück sinken. „Sie verkaufen Hinrichtungen als Reform.“ Seine Stimme war nicht laut, aber sie schnitt klar durch das Stimmengewirr im Raum. Er stand nicht auf, er gestikulierte nicht er saß nur da, die Schultern minimal nach vorn geneigt, die Zeitung noch halb in der Hand. „Prüfungen durch Magie. Öffentlich. Mit Applaus.“ Ein schiefes Lächeln zog kurz an seinem Mundwinkel, ohne Wärme. Er schüttelte leicht den Kopf. „Das hatten wir schon mal Im 13. Jahrhundert. Ging auch schief “ Seine Finger knitterten das Papier nun deutlicher, unbewusst, und für einen Moment blitzte etwas in seinem Blick auf – Wut, ja, aber kontrolliert, fest eingespannt wie eine Saite, die kurz davor ist zu reißen. Er dachte an Felder. An Menschen, die man aufgestellt hatte, um „zu prüfen“, ob sie würdig waren. An Jubel. An Stille danach. „Wenn Strafe zum Spektakel wird, geht es nicht mehr um Gerechtigkeit. Dann geht es darum, wer zusieht.“ Er hob den Blick zu den anderen, und für einen Sekundenbruchteil war da nichts von dem lässigen Musiker, sondern etwas Älteres, Schwereres. Dann legte er die Zeitung langsam auf den Tisch, strich sie glatt, als würde er ihr Gewicht ordnen wollen. Seine Hand blieb einen Moment darauf liegen. Die Geräusche aus dem Saal wurden lauter, der Abend rückte näher, aber in ihm war es plötzlich sehr still. „Heute sind es Verurteilte.“ Seine Stimme war jetzt leiser. „Morgen ist es, wer nicht ins Bild passt.“ Seine Finger glitten zu den Saiten der Laute, prüften sie automatisch, eine Gewohnheit, die ihm half, die Spannung im Körper zu bündeln. Die erste Saite vibrierte kurz unter seinem Griff, klar, ruhig. Er richtete sich auf, die Schultern wieder gerade, die Maske zurück an ihrem Platz. „Kommt. Wir spielen.“ Aber sein Blick blieb noch einen Herzschlag länger auf der Zeitung liegen und in seinen Augen lag kein Zweifel mehr, nur Gewissheit. |


