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Antworten zu Thema: Herman Wintringham
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Themenübersicht (Neueste zuerst)
Geschrieben von Regulus Black - Gestern, 10:59
Guten Morgen Mandy,

Ich hab dir dein Feedback für Hermann mitgebracht!

  • Den Wert bei Muggelkunde setze mir bitte etwas runter, da du selbst schreibst, dass er kein absoluter Experte auf dem Gebiet ist. Bei einer 10 würde er sich nicht nur rundum sicher auskennen, sondern auch z.B. bei aktuellen politischen Diskussionen mitmischen können
  • Du hast unten im Werdegang noch Codefragmente stehen (und 1698 ist kein neuer Listenpunkt), schau da bitte nochmal drüber
  • Beim magischen Potenzial sehe ich eine unglückliche Formulierung. Du schreibst zwar, dass sein Zauberstab für ihn nutzlos geworden ist, aber weiter vorn, dass seine Magie nicht verschwunden ist und er noch Zauber wirken kann. Das wirkt, als wären da mit Magier-Zauber gemeint, auf die er allerdings keinen Zugriff mehr hat

Das war es aber auch schon!
LG Rica
Geschrieben von Herman Wintringham - 11.02.2026, 20:54
Er hatte die Zeitung nur nebenbei gekauft, mehr aus Gewohnheit als aus Interesse, und saß jetzt auf einer umgedrehten Holzkiste hinter der Bühne, die Laute locker gegen sein Bein gelehnt. Der Raum war stickig, irgendwo klirrte Glas, jemand lachte zu laut, das dumpfe Murmeln des Publikums vibrierte durch die Wände. Herman blätterte langsam durch den Tagespropheten, sein Blick zunächst leer, routiniert – bis er an der Überschrift hängen blieb. „Magische Spiele.“ Seine Finger stoppten mitten in der Bewegung, das Papier knisterte leise unter dem Druck seiner Hand. Er las den Artikel einmal, dann noch einmal, diesmal Wort für Wort. Je weiter er kam, desto unbeweglicher wurde sein Gesicht. Nur sein Kiefer spannte sich leicht an, kaum sichtbar, aber spürbar für jemanden, der ihn kannte. Seine Augen glitten über Begriffe wie „Läuterung“, „Mehrwert“, „Reform“, und etwas Dunkles, Altes regte sich in ihm nicht Überraschung, sondern Wiedererkennen. Sein Daumen fuhr langsam über die Druckerschwärze, als könnte er die Worte verwischen. Dann atmete er einmal ruhig aus, eine reine Gewohnheitsbewegung, und ließ die Zeitung ein Stück sinken. „Sie verkaufen Hinrichtungen als Reform.“ Seine Stimme war nicht laut, aber sie schnitt klar durch das Stimmengewirr im Raum. Er stand nicht auf, er gestikulierte nicht er saß nur da, die Schultern minimal nach vorn geneigt, die Zeitung noch halb in der Hand. „Prüfungen durch Magie. Öffentlich. Mit Applaus.“ Ein schiefes Lächeln zog kurz an seinem Mundwinkel, ohne Wärme. Er schüttelte leicht den Kopf. „Das hatten wir schon mal Im 13. Jahrhundert. Ging auch schief “ Seine Finger knitterten das Papier nun deutlicher, unbewusst, und für einen Moment blitzte etwas in seinem Blick auf – Wut, ja, aber kontrolliert, fest eingespannt wie eine Saite, die kurz davor ist zu reißen. Er dachte an Felder. An Menschen, die man aufgestellt hatte, um „zu prüfen“, ob sie würdig waren. An Jubel. An Stille danach. „Wenn Strafe zum Spektakel wird, geht es nicht mehr um Gerechtigkeit. Dann geht es darum, wer zusieht.“ Er hob den Blick zu den anderen, und für einen Sekundenbruchteil war da nichts von dem lässigen Musiker, sondern etwas Älteres, Schwereres. Dann legte er die Zeitung langsam auf den Tisch, strich sie glatt, als würde er ihr Gewicht ordnen wollen. Seine Hand blieb einen Moment darauf liegen. Die Geräusche aus dem Saal wurden lauter, der Abend rückte näher, aber in ihm war es plötzlich sehr still. „Heute sind es Verurteilte.“ Seine Stimme war jetzt leiser. „Morgen ist es, wer nicht ins Bild passt.“ Seine Finger glitten zu den Saiten der Laute, prüften sie automatisch, eine Gewohnheit, die ihm half, die Spannung im Körper zu bündeln. Die erste Saite vibrierte kurz unter seinem Griff, klar, ruhig. Er richtete sich auf, die Schultern wieder gerade, die Maske zurück an ihrem Platz. „Kommt. Wir spielen.“ Aber sein Blick blieb noch einen Herzschlag länger auf der Zeitung liegen und in seinen Augen lag kein Zweifel mehr, nur Gewissheit.

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