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		<title><![CDATA[things we lost in the fire - Verzeichnis]]></title>
		<link>https://www.things-we-lost.de/</link>
		<description><![CDATA[things we lost in the fire - https://www.things-we-lost.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 09:34:36 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Pandora Lovegood]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=447</link>
			<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 22:28:16 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=148">Pandora Lovegood</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Verdana;" class="mycode_font">Heute gab es grünen Tee. Es war ja schließlich Donnerstag. Wie immer gab Pandora ihrem geliebten Xenophilius einen Kuss auf den Ellbogen, den sie von ihrer Position auf ihrem Lieblingsstuhl am Esstisch perfekt erreichen konnte. Ihrem Ehemann. Manchmal konnte sie noch nicht glauben, dass er sie dazu überredet hatte. Aber sie hatte akzeptiert, dass er die Verbindung zwischen ihnen auch nach außen zeigen wollte, gerade jetzt. Der hoch gewachsene Magier beugte sich gerade zu ihr hinunter und streichelte sanft über ihren Bauch. Man konnte die Schwangerschaft nun gut sehen, die Hälfte der Zeit war bereits vorbei. Auch Pandora ließ ihre Hand darüber gleiten und drückte Xenophilius‘ Finger, als sie diese erreichte. Als ob ihr kleiner Bauchbewohner dies spürte, trat er genau in diesem Augenblick gegen die Stelle, wo sich die Hände seiner Eltern hielten. Ach, nicht er. Sie! Pandora hatte eine unerklärliche Gewissheit, dass es ein Mädchen werden würde. Nun musste sie bei der Berührung lachen und verschüttete die Hälfte des Tees, den sie gerade hatte trinken wollen. Immerhin ging das kleine Malheur nur auf Tischplatte und Boden und verbrühte weder sie noch ihren Ehemann. Mit einer kleinen Bewegung des Zauberstabs wollte Pandora die Flüssigkeit entfernen, formte sie zu einer kleinen Kugel, die aber erst einmal quer durchs Zimmer schoss und dann erst durch das angepeilte, geöffnete Fenster in Richtung Garten. Doch Pandora war nicht verlegen oder entschuldigte sich, ihr Zauber hatte das Ziel doch erreicht, nicht wahr? Sie dankte Xenophilius mit einem strahlenden Lächeln, der ihr neben den Tagespropheten gerade ein paar aufgeschnittene, natürlich grüne Kiwis gestellt hatte, bevor sie nach der Zeitung griff. Eine alltägliche Handlung, denn trotz der problematischen Berichte wollte Pandora immer wissen, was das regimetreue Blatt zu berichten wusste. Natürlich glaubte sie den Artikeln nicht, schon lange nicht mehr, doch es war immer gut zu wissen, was die offizielle Position war. Sie wollte sich schließlich nicht verdächtig machen.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Verdana;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Verdana;" class="mycode_font">Doch als ihre Fingerspitzen an diesem Morgen das dünne Papier berührten, erstarrte sie. Die Teetasse, gerade noch in ihren Fingern, zerschellte mit einem lauten Knall auf den Fließen, doch Pandora bekam nichts davon mit. Stattdessen klappten ihre Augenlider wie mechanisch zu und ein unnatürlicher Ruck ging durch ihren Körper. <i>„Die Kinder des Mondfluchs treten aus dem Schatten.“</i> Ihre Stimme war nicht mehr als ein heiseres, hohes Krächzen, und schien dennoch den ganzen Raum zu erfüllen. <i>“Kein Atem bleibt ungebrochen.“</i> So schnell, wie er gekommen war, verließ der namenlose Geist den Körper der jungen Frau wieder. Pandora schlug die Augen auf und zitterte am ganzen Leib. Seit sie schwanger war, hatte sie keine Vision mehr gehabt. Sie hatte gehofft, es bliebe ihr erspart. Sie hatte sich geirrt. Matt lehnte sie ihren Kopf an Xenophilius‘ Schulter, der sich besorgt zu ihr hinunter gekniet hatte. Die Erschöpfung war stärker als bei früheren Visionen. War diese hier bedeutender gewesen? War es eine Auswirkung ihres aktuellen Zustandes? Und wieso überhaupt diese Vision? Pandora merkte erst jetzt, dass sie den Propheten unter einem krampfhaften Griff zerknüllt hatte. Hastig strich sie ihn glatt, die Zeitung färbte sich im Geräusch knisternden Papiers in ein grelles Neonpink. "Pinkes Blut", murmelte sie scheinbar zusammenhanglos vor sich hin. Pandora musste blinzeln, um die  Schlagzeile auf der ersten Seite lesen zu können, wartete, bis das Geräusch verklungen war. Der Inhalt des Artikels war allerdings um einiges erschreckender als die nun verblasste Farbe. „Die Chance auf Läuterung“, wiederholte sie murmelnd, schüttelte den Kopf und sah zu ihrem Ehemann, der ihr über die Schulter gesehen und ebenfalls mitgelesen hatte. Sie musste nicht aussprechen, dass sie beide gerade diesen Teil für eine Farce hielten. Das musste einfach eine neue Teufelei des Regimes sein! Pandora hatte das Gefühl, dass es immer besonders schlimm werden würde, wenn eine Neuerung so positiv beschrieben wurde. Und hatte ihre Prophezeiung etwas mit diesen Spielen zu tun? Mit einem mehr als nur unguten Gefühl in der Magengegend und sichtlich erschüttert, suchte Pandora Halt am Griff der Teetasse. Tee als Seelentröster. Doch sie griff ins Leere. Verwirrt bemerkte sie da erste die Scherben auf dem Boden. Seufzend griff sie ein weiteres Mal nach ihrem Zauberstab und bereinigte das Chaos, das sie angerichtet hatte. „Was soll denn noch alles passieren?“ Es war offensichtlich, dass sie damit nicht die zerbrochene Tasse zu ihren Füßen meinte. </span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Verdana;" class="mycode_font">Heute gab es grünen Tee. Es war ja schließlich Donnerstag. Wie immer gab Pandora ihrem geliebten Xenophilius einen Kuss auf den Ellbogen, den sie von ihrer Position auf ihrem Lieblingsstuhl am Esstisch perfekt erreichen konnte. Ihrem Ehemann. Manchmal konnte sie noch nicht glauben, dass er sie dazu überredet hatte. Aber sie hatte akzeptiert, dass er die Verbindung zwischen ihnen auch nach außen zeigen wollte, gerade jetzt. Der hoch gewachsene Magier beugte sich gerade zu ihr hinunter und streichelte sanft über ihren Bauch. Man konnte die Schwangerschaft nun gut sehen, die Hälfte der Zeit war bereits vorbei. Auch Pandora ließ ihre Hand darüber gleiten und drückte Xenophilius‘ Finger, als sie diese erreichte. Als ob ihr kleiner Bauchbewohner dies spürte, trat er genau in diesem Augenblick gegen die Stelle, wo sich die Hände seiner Eltern hielten. Ach, nicht er. Sie! Pandora hatte eine unerklärliche Gewissheit, dass es ein Mädchen werden würde. Nun musste sie bei der Berührung lachen und verschüttete die Hälfte des Tees, den sie gerade hatte trinken wollen. Immerhin ging das kleine Malheur nur auf Tischplatte und Boden und verbrühte weder sie noch ihren Ehemann. Mit einer kleinen Bewegung des Zauberstabs wollte Pandora die Flüssigkeit entfernen, formte sie zu einer kleinen Kugel, die aber erst einmal quer durchs Zimmer schoss und dann erst durch das angepeilte, geöffnete Fenster in Richtung Garten. Doch Pandora war nicht verlegen oder entschuldigte sich, ihr Zauber hatte das Ziel doch erreicht, nicht wahr? Sie dankte Xenophilius mit einem strahlenden Lächeln, der ihr neben den Tagespropheten gerade ein paar aufgeschnittene, natürlich grüne Kiwis gestellt hatte, bevor sie nach der Zeitung griff. Eine alltägliche Handlung, denn trotz der problematischen Berichte wollte Pandora immer wissen, was das regimetreue Blatt zu berichten wusste. Natürlich glaubte sie den Artikeln nicht, schon lange nicht mehr, doch es war immer gut zu wissen, was die offizielle Position war. Sie wollte sich schließlich nicht verdächtig machen.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Verdana;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Verdana;" class="mycode_font">Doch als ihre Fingerspitzen an diesem Morgen das dünne Papier berührten, erstarrte sie. Die Teetasse, gerade noch in ihren Fingern, zerschellte mit einem lauten Knall auf den Fließen, doch Pandora bekam nichts davon mit. Stattdessen klappten ihre Augenlider wie mechanisch zu und ein unnatürlicher Ruck ging durch ihren Körper. <i>„Die Kinder des Mondfluchs treten aus dem Schatten.“</i> Ihre Stimme war nicht mehr als ein heiseres, hohes Krächzen, und schien dennoch den ganzen Raum zu erfüllen. <i>“Kein Atem bleibt ungebrochen.“</i> So schnell, wie er gekommen war, verließ der namenlose Geist den Körper der jungen Frau wieder. Pandora schlug die Augen auf und zitterte am ganzen Leib. Seit sie schwanger war, hatte sie keine Vision mehr gehabt. Sie hatte gehofft, es bliebe ihr erspart. Sie hatte sich geirrt. Matt lehnte sie ihren Kopf an Xenophilius‘ Schulter, der sich besorgt zu ihr hinunter gekniet hatte. Die Erschöpfung war stärker als bei früheren Visionen. War diese hier bedeutender gewesen? War es eine Auswirkung ihres aktuellen Zustandes? Und wieso überhaupt diese Vision? Pandora merkte erst jetzt, dass sie den Propheten unter einem krampfhaften Griff zerknüllt hatte. Hastig strich sie ihn glatt, die Zeitung färbte sich im Geräusch knisternden Papiers in ein grelles Neonpink. "Pinkes Blut", murmelte sie scheinbar zusammenhanglos vor sich hin. Pandora musste blinzeln, um die  Schlagzeile auf der ersten Seite lesen zu können, wartete, bis das Geräusch verklungen war. Der Inhalt des Artikels war allerdings um einiges erschreckender als die nun verblasste Farbe. „Die Chance auf Läuterung“, wiederholte sie murmelnd, schüttelte den Kopf und sah zu ihrem Ehemann, der ihr über die Schulter gesehen und ebenfalls mitgelesen hatte. Sie musste nicht aussprechen, dass sie beide gerade diesen Teil für eine Farce hielten. Das musste einfach eine neue Teufelei des Regimes sein! Pandora hatte das Gefühl, dass es immer besonders schlimm werden würde, wenn eine Neuerung so positiv beschrieben wurde. Und hatte ihre Prophezeiung etwas mit diesen Spielen zu tun? Mit einem mehr als nur unguten Gefühl in der Magengegend und sichtlich erschüttert, suchte Pandora Halt am Griff der Teetasse. Tee als Seelentröster. Doch sie griff ins Leere. Verwirrt bemerkte sie da erste die Scherben auf dem Boden. Seufzend griff sie ein weiteres Mal nach ihrem Zauberstab und bereinigte das Chaos, das sie angerichtet hatte. „Was soll denn noch alles passieren?“ Es war offensichtlich, dass sie damit nicht die zerbrochene Tasse zu ihren Füßen meinte. </span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Barty Crouch Jr.]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=439</link>
			<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 10:45:42 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=147">Barty Crouch Jr.</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=439</guid>
			<description><![CDATA[<div style="margin: auto; text-align: justify; max-width: 500px">Das Papier des Tagespropheten knisterte durch sein leichtes Zittern, während Barty darauf starrte und die Zeilen immer wieder las. Die Sätze wiederholten sich in seinem Kopf immer und immer wieder. <i>Reformen im Bereich der magischen Strafjustiz</i>. <i>Neue Prüfungen, die künftig im Rahmen der magischen Spiele stattfanden</i>. Magische Spiele. In Bartemius breitete sich eine Mischung aus Euphorie und Angst aus. Er hatte keine Ahnung <i>was genau</i> das bedeuten würde und auch nicht, wie sich das Regime, das vorstellte – aber es musste etwas Gutes sein, nicht wahr? Die meisten um ihn herum, meist Todesser, waren Feuer und Flamme für die angekündigten Spiele, die schon vorher unter der Hand als <i>Gerücht</i> verbreitet wurden. Nun das hier vor sich zu sehen, machte alles um einiges realer und greifbarer. Auch wenn Barty seine Seite gewählt hatte und das Mal auf seinem Unterarm das deutliche Zeichen dafür darstellte, so konnte er nicht endgültig und mit Sicherheit sagen, wie er diese Entwicklung fand. <br />
Nachdem sich der Crouch wieder gefangen hatte, faltete er die Zeitung mit einem leisen Seufzer auf den Lippen und steckte sie unter seinen Arm. Es interessierte ihn mehr als alles andere, wie Regulus dazu stand. Auch wenn Barty das vielleicht niemals so zugeben würde, war die Meinung des Blacks ein Kompass für die des Fluchbrechers. Aber auch was Tamira sagte, empfand er mittlerweile als nicht uninteressant. <br />
Deshalb ging er die Treppen des Hauses, indem er aufgewachsen war, herunter und hatte nicht weit, um direkt vor der Tür des Black-Ehepaars zu stehen. Barty atmete noch einmal tief durch, ehe er die Hand hob und an der Holztür klopfte. Nur wenig später, wurde ihm die Tür von Kreacher geöffnet und der Engländer setzte ein Lächeln auf, wie man ihn kannte. <b>„Hier wartet doch sicher bereits ein Tee auf mich?“</b>, fragte er den Hauselfen, der genervt davon trat, um seine Ankunft zu verkünden und Crouch Jr. eintreten konnte.</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: auto; text-align: justify; max-width: 500px">Das Papier des Tagespropheten knisterte durch sein leichtes Zittern, während Barty darauf starrte und die Zeilen immer wieder las. Die Sätze wiederholten sich in seinem Kopf immer und immer wieder. <i>Reformen im Bereich der magischen Strafjustiz</i>. <i>Neue Prüfungen, die künftig im Rahmen der magischen Spiele stattfanden</i>. Magische Spiele. In Bartemius breitete sich eine Mischung aus Euphorie und Angst aus. Er hatte keine Ahnung <i>was genau</i> das bedeuten würde und auch nicht, wie sich das Regime, das vorstellte – aber es musste etwas Gutes sein, nicht wahr? Die meisten um ihn herum, meist Todesser, waren Feuer und Flamme für die angekündigten Spiele, die schon vorher unter der Hand als <i>Gerücht</i> verbreitet wurden. Nun das hier vor sich zu sehen, machte alles um einiges realer und greifbarer. Auch wenn Barty seine Seite gewählt hatte und das Mal auf seinem Unterarm das deutliche Zeichen dafür darstellte, so konnte er nicht endgültig und mit Sicherheit sagen, wie er diese Entwicklung fand. <br />
Nachdem sich der Crouch wieder gefangen hatte, faltete er die Zeitung mit einem leisen Seufzer auf den Lippen und steckte sie unter seinen Arm. Es interessierte ihn mehr als alles andere, wie Regulus dazu stand. Auch wenn Barty das vielleicht niemals so zugeben würde, war die Meinung des Blacks ein Kompass für die des Fluchbrechers. Aber auch was Tamira sagte, empfand er mittlerweile als nicht uninteressant. <br />
Deshalb ging er die Treppen des Hauses, indem er aufgewachsen war, herunter und hatte nicht weit, um direkt vor der Tür des Black-Ehepaars zu stehen. Barty atmete noch einmal tief durch, ehe er die Hand hob und an der Holztür klopfte. Nur wenig später, wurde ihm die Tür von Kreacher geöffnet und der Engländer setzte ein Lächeln auf, wie man ihn kannte. <b>„Hier wartet doch sicher bereits ein Tee auf mich?“</b>, fragte er den Hauselfen, der genervt davon trat, um seine Ankunft zu verkünden und Crouch Jr. eintreten konnte.</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Herman Wintringham]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=414</link>
			<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 19:54:25 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=143">Herman Wintringham</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=414</guid>
			<description><![CDATA[Er hatte die Zeitung nur nebenbei gekauft, mehr aus Gewohnheit als aus Interesse, und saß jetzt auf einer umgedrehten Holzkiste hinter der Bühne, die Laute locker gegen sein Bein gelehnt. Der Raum war stickig, irgendwo klirrte Glas, jemand lachte zu laut, das dumpfe Murmeln des Publikums vibrierte durch die Wände. Herman blätterte langsam durch den <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Tagespropheten</span>, sein Blick zunächst leer, routiniert – bis er an der Überschrift hängen blieb. „Magische Spiele.“ Seine Finger stoppten mitten in der Bewegung, das Papier knisterte leise unter dem Druck seiner Hand. Er las den Artikel einmal, dann noch einmal, diesmal Wort für Wort. Je weiter er kam, desto unbeweglicher wurde sein Gesicht. Nur sein Kiefer spannte sich leicht an, kaum sichtbar, aber spürbar für jemanden, der ihn kannte. Seine Augen glitten über Begriffe wie „Läuterung“, „Mehrwert“, „Reform“, und etwas Dunkles, Altes regte sich in ihm nicht Überraschung, sondern Wiedererkennen. Sein Daumen fuhr langsam über die Druckerschwärze, als könnte er die Worte verwischen. Dann atmete er einmal ruhig aus, eine reine Gewohnheitsbewegung, und ließ die Zeitung ein Stück sinken. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Sie verkaufen Hinrichtungen als Reform.“</span> Seine Stimme war nicht laut, aber sie schnitt klar durch das Stimmengewirr im Raum. Er stand nicht auf, er gestikulierte nicht er saß nur da, die Schultern minimal nach vorn geneigt, die Zeitung noch halb in der Hand. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Prüfungen durch Magie. Öffentlich. Mit Applaus.“</span> Ein schiefes Lächeln zog kurz an seinem Mundwinkel, ohne Wärme. Er schüttelte leicht den Kopf. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Das hatten wir schon mal Im 13. Jahrhundert. Ging auch schief “</span> Seine Finger knitterten das Papier nun deutlicher, unbewusst, und für einen Moment blitzte etwas in seinem Blick auf – Wut, ja, aber kontrolliert, fest eingespannt wie eine Saite, die kurz davor ist zu reißen. Er dachte an Felder. An Menschen, die man aufgestellt hatte, um „zu prüfen“, ob sie würdig waren. An Jubel. An Stille danach. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Wenn Strafe zum Spektakel wird, geht es nicht mehr um Gerechtigkeit. Dann geht es darum, wer zusieht.“</span> Er hob den Blick zu den anderen, und für einen Sekundenbruchteil war da nichts von dem lässigen Musiker, sondern etwas Älteres, Schwereres. Dann legte er die Zeitung langsam auf den Tisch, strich sie glatt, als würde er ihr Gewicht ordnen wollen. Seine Hand blieb einen Moment darauf liegen. Die Geräusche aus dem Saal wurden lauter, der Abend rückte näher, aber in ihm war es plötzlich sehr still. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Heute sind es Verurteilte.“</span> Seine Stimme war jetzt leiser. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Morgen ist es, wer nicht ins Bild passt.“</span> Seine Finger glitten zu den Saiten der Laute, prüften sie automatisch, eine Gewohnheit, die ihm half, die Spannung im Körper zu bündeln. Die erste Saite vibrierte kurz unter seinem Griff, klar, ruhig. Er richtete sich auf, die Schultern wieder gerade, die Maske zurück an ihrem Platz. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Kommt. Wir spielen.“</span> Aber sein Blick blieb noch einen Herzschlag länger auf der Zeitung liegen und in seinen Augen lag kein Zweifel mehr, nur Gewissheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Er hatte die Zeitung nur nebenbei gekauft, mehr aus Gewohnheit als aus Interesse, und saß jetzt auf einer umgedrehten Holzkiste hinter der Bühne, die Laute locker gegen sein Bein gelehnt. Der Raum war stickig, irgendwo klirrte Glas, jemand lachte zu laut, das dumpfe Murmeln des Publikums vibrierte durch die Wände. Herman blätterte langsam durch den <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Tagespropheten</span>, sein Blick zunächst leer, routiniert – bis er an der Überschrift hängen blieb. „Magische Spiele.“ Seine Finger stoppten mitten in der Bewegung, das Papier knisterte leise unter dem Druck seiner Hand. Er las den Artikel einmal, dann noch einmal, diesmal Wort für Wort. Je weiter er kam, desto unbeweglicher wurde sein Gesicht. Nur sein Kiefer spannte sich leicht an, kaum sichtbar, aber spürbar für jemanden, der ihn kannte. Seine Augen glitten über Begriffe wie „Läuterung“, „Mehrwert“, „Reform“, und etwas Dunkles, Altes regte sich in ihm nicht Überraschung, sondern Wiedererkennen. Sein Daumen fuhr langsam über die Druckerschwärze, als könnte er die Worte verwischen. Dann atmete er einmal ruhig aus, eine reine Gewohnheitsbewegung, und ließ die Zeitung ein Stück sinken. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Sie verkaufen Hinrichtungen als Reform.“</span> Seine Stimme war nicht laut, aber sie schnitt klar durch das Stimmengewirr im Raum. Er stand nicht auf, er gestikulierte nicht er saß nur da, die Schultern minimal nach vorn geneigt, die Zeitung noch halb in der Hand. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Prüfungen durch Magie. Öffentlich. Mit Applaus.“</span> Ein schiefes Lächeln zog kurz an seinem Mundwinkel, ohne Wärme. Er schüttelte leicht den Kopf. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Das hatten wir schon mal Im 13. Jahrhundert. Ging auch schief “</span> Seine Finger knitterten das Papier nun deutlicher, unbewusst, und für einen Moment blitzte etwas in seinem Blick auf – Wut, ja, aber kontrolliert, fest eingespannt wie eine Saite, die kurz davor ist zu reißen. Er dachte an Felder. An Menschen, die man aufgestellt hatte, um „zu prüfen“, ob sie würdig waren. An Jubel. An Stille danach. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Wenn Strafe zum Spektakel wird, geht es nicht mehr um Gerechtigkeit. Dann geht es darum, wer zusieht.“</span> Er hob den Blick zu den anderen, und für einen Sekundenbruchteil war da nichts von dem lässigen Musiker, sondern etwas Älteres, Schwereres. Dann legte er die Zeitung langsam auf den Tisch, strich sie glatt, als würde er ihr Gewicht ordnen wollen. Seine Hand blieb einen Moment darauf liegen. Die Geräusche aus dem Saal wurden lauter, der Abend rückte näher, aber in ihm war es plötzlich sehr still. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Heute sind es Verurteilte.“</span> Seine Stimme war jetzt leiser. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Morgen ist es, wer nicht ins Bild passt.“</span> Seine Finger glitten zu den Saiten der Laute, prüften sie automatisch, eine Gewohnheit, die ihm half, die Spannung im Körper zu bündeln. Die erste Saite vibrierte kurz unter seinem Griff, klar, ruhig. Er richtete sich auf, die Schultern wieder gerade, die Maske zurück an ihrem Platz. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Kommt. Wir spielen.“</span> Aber sein Blick blieb noch einen Herzschlag länger auf der Zeitung liegen und in seinen Augen lag kein Zweifel mehr, nur Gewissheit.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sirius Black]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=392</link>
			<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 23:12:49 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=141">Sirius Black</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=392</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: justify;" class="mycode_align">Alphard hatte ihm den Zeitungsartikel zugeschickt.</div>
Die Eule war eine fremde gewesen, der beiliegende Brief wie schon die letzten Jahre über nicht unterschrieben. Aber die Handschrift hätte Sirius überall erkannt. Und mit jeder Zeile des Artikels, die er las, verdunkelten seine Gesichtszüge sich mehr. Die Kaffeetasse verharrte auf halbem Weg zu seinem Mund, während graue Augen über die gedruckten Absätze flogen, nur um schließlich am Datum hängen zu bleiben.<br />
Wäre das ein Aprilscherz, wäre er ziemlich geschmacklos. Und jemand hätte sich verdammt heftig im Datum geirrt.<br />
»Das kann doch nicht ihr verfluchter Ernst sein«, murrte er und starrte das Käseblatt an, als würden sich allein dadurch die Buchstaben zu einer anderen Geschichte anordnen.<br />
Ein Teil von ihm hatte den Drang, in hysterisches Gelächter auszubrechen. Magische Spiele, also. Hatte Lily nicht einmal erzählt, dass es so etwas bei den Muggeln im alten Rom ebenfalls gegeben hatte? Gladiatorenkämpfe, die im Grunde nichts anderem gedient hatten, als der Belustigung der Mächtigen, die sich am Tod und dem Unglück der »Spielenden« aufgeilen konnten.<br />
Es überraschte ihn kein Stück weit, ausgerechnet den Namen seiner Mutter in diesem Zusammenhang zu lesen. Und zugleich drehte es ihm halb den Magen um.<br />
Sirius hatte keinerlei Zweifel daran gehegt, dass seine Eltern mit den Todessern in Verbindung standen. Wie eng diese Verbindung allerdings sein musste, wurde ihm gerade zum ersten Mal in dieser Deutlichkeit vor Augen geführt.<br />
Er stand vom Tisch auf, die Zigarette, die er sich vorhin angesteckt hatte, hatte sich überwiegend selbst geraucht. Nun ließ er sie schlicht in die halb volle Kaffeetasse fallen, ehe er den Tagespropheten achtlos in eine Umhängetasche stopfte und Alphards Brief verschwinden ließ.<br />
Er apparierte direkt zu James und Lily.<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align">»Habt ihr’s schon gelesen?«, wollte er wissen, bleich wie der Tod und zugleich rasend vor stummer Wut.</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify;" class="mycode_align">Alphard hatte ihm den Zeitungsartikel zugeschickt.</div>
Die Eule war eine fremde gewesen, der beiliegende Brief wie schon die letzten Jahre über nicht unterschrieben. Aber die Handschrift hätte Sirius überall erkannt. Und mit jeder Zeile des Artikels, die er las, verdunkelten seine Gesichtszüge sich mehr. Die Kaffeetasse verharrte auf halbem Weg zu seinem Mund, während graue Augen über die gedruckten Absätze flogen, nur um schließlich am Datum hängen zu bleiben.<br />
Wäre das ein Aprilscherz, wäre er ziemlich geschmacklos. Und jemand hätte sich verdammt heftig im Datum geirrt.<br />
»Das kann doch nicht ihr verfluchter Ernst sein«, murrte er und starrte das Käseblatt an, als würden sich allein dadurch die Buchstaben zu einer anderen Geschichte anordnen.<br />
Ein Teil von ihm hatte den Drang, in hysterisches Gelächter auszubrechen. Magische Spiele, also. Hatte Lily nicht einmal erzählt, dass es so etwas bei den Muggeln im alten Rom ebenfalls gegeben hatte? Gladiatorenkämpfe, die im Grunde nichts anderem gedient hatten, als der Belustigung der Mächtigen, die sich am Tod und dem Unglück der »Spielenden« aufgeilen konnten.<br />
Es überraschte ihn kein Stück weit, ausgerechnet den Namen seiner Mutter in diesem Zusammenhang zu lesen. Und zugleich drehte es ihm halb den Magen um.<br />
Sirius hatte keinerlei Zweifel daran gehegt, dass seine Eltern mit den Todessern in Verbindung standen. Wie eng diese Verbindung allerdings sein musste, wurde ihm gerade zum ersten Mal in dieser Deutlichkeit vor Augen geführt.<br />
Er stand vom Tisch auf, die Zigarette, die er sich vorhin angesteckt hatte, hatte sich überwiegend selbst geraucht. Nun ließ er sie schlicht in die halb volle Kaffeetasse fallen, ehe er den Tagespropheten achtlos in eine Umhängetasche stopfte und Alphards Brief verschwinden ließ.<br />
Er apparierte direkt zu James und Lily.<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align">»Habt ihr’s schon gelesen?«, wollte er wissen, bleich wie der Tod und zugleich rasend vor stummer Wut.</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lily Potter]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=381</link>
			<pubDate>Thu, 11 Dec 2025 08:32:11 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=137">Lily Potter</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=381</guid>
			<description><![CDATA[Ihre Arme hatten noch um den kleinen Körper neben sich einen schützenden Käfig geformt, soweit das bei einem schlafenden Baby möglich war. Irgendwann in der Nacht hatte Harry offenbar entschieden, das er eher ein Seestern war und so hatte Lily am Morgen einen Fuß unter der Nase gehabt und irgendwo unterm Kinn eine Kinderhand, während ihr Sohn friedlich schnorchelnd da gelegen hatte.<br />
Für ihn gab es noch keine Sorgen. Er kannte noch keine Angst.<br />
Harry erlebte die Welt nicht so, wie Lily und James das taten.<br />
Und wenn es nach Lily ging, blieben ihm die Grausamkeiten und das Chaos auch weiterhin fern und er konnte eine glückliche Kindheit erleben. Wenngleich auch in Einsamkeit und ohne die schulende Hand anderer Gleichaltriger.<br />
Gerade hatte sie sich eigentlich wieder an ihr Kind kuscheln und weiterschlafen wollen, als vertraute Schritte die Treppe nach oben kamen und sie James Präsenz in der Tür wahrnahm.<br />
Gehört hatte sie ihn vorher schon. Er hatte irgendwas unten in der Küche gemacht, aber Lily war zu müde gewesen, als dass sie sich dafür erhoben hätte. Jetzt allerdings war seine Präsenz fast schon drängend und Lily setzte sich auf.<br />
Es gab kein Guten Morgen. Kein liebevolles Lächeln.<br />
Sofort scannte Lily Potter die Mimik ihres Mannes und ihr Gesicht wurde zu einer ausdruckslosen Maske.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Sie haben es also wirklich in die Tat umgesetzt, hmh?“</span>, wollte sie wissen.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> „Wie schlimm und wie widerwärtig ist es? So auf einer Skala von Harrys Windeln bis zum vergessenen Sandwich unterm Kühlschrank?“</span><br />
Das konnte immerhin ein Eigenleben entwickeln.<br />
Harrys Windeln hatten es zwar auch in sich, aber dennoch war das Sandwich unter dem Kühlschrank einer Freundin, der sie beim Umzug geholfen hatten, das schlimmste, woran sie sich erinnerte. Hauptsächlich wegen der Krabbeltiere.<br />
Harry ließ sie im Bett liegen, während sie aufstand, um nach unten zu gehen, den Alarmzauber scharf stellend, der sie informieren würde, wenn Harry aufwachte.<br />
Sie brauchte keinen großen Blick in die Zeitung, um Abscheu und regelrecht Panik empfinden zu können.<br />
Statt sich mit ihrem Tee zu beschäftigen, suchte sie Nähe. Nähe zu James, dem sie vertraute und den sie hier hatte. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Wir werden das irgendwie… irgendwie schaffen wir das. Irgendwie wird die Welt auch das überstehen.“</span><br />
Hoffte sie.<br />
Und zum ersten Mal in ihrem Leben zweifelte Lily Potter an ihrer eigenen Zuversicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ihre Arme hatten noch um den kleinen Körper neben sich einen schützenden Käfig geformt, soweit das bei einem schlafenden Baby möglich war. Irgendwann in der Nacht hatte Harry offenbar entschieden, das er eher ein Seestern war und so hatte Lily am Morgen einen Fuß unter der Nase gehabt und irgendwo unterm Kinn eine Kinderhand, während ihr Sohn friedlich schnorchelnd da gelegen hatte.<br />
Für ihn gab es noch keine Sorgen. Er kannte noch keine Angst.<br />
Harry erlebte die Welt nicht so, wie Lily und James das taten.<br />
Und wenn es nach Lily ging, blieben ihm die Grausamkeiten und das Chaos auch weiterhin fern und er konnte eine glückliche Kindheit erleben. Wenngleich auch in Einsamkeit und ohne die schulende Hand anderer Gleichaltriger.<br />
Gerade hatte sie sich eigentlich wieder an ihr Kind kuscheln und weiterschlafen wollen, als vertraute Schritte die Treppe nach oben kamen und sie James Präsenz in der Tür wahrnahm.<br />
Gehört hatte sie ihn vorher schon. Er hatte irgendwas unten in der Küche gemacht, aber Lily war zu müde gewesen, als dass sie sich dafür erhoben hätte. Jetzt allerdings war seine Präsenz fast schon drängend und Lily setzte sich auf.<br />
Es gab kein Guten Morgen. Kein liebevolles Lächeln.<br />
Sofort scannte Lily Potter die Mimik ihres Mannes und ihr Gesicht wurde zu einer ausdruckslosen Maske.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Sie haben es also wirklich in die Tat umgesetzt, hmh?“</span>, wollte sie wissen.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> „Wie schlimm und wie widerwärtig ist es? So auf einer Skala von Harrys Windeln bis zum vergessenen Sandwich unterm Kühlschrank?“</span><br />
Das konnte immerhin ein Eigenleben entwickeln.<br />
Harrys Windeln hatten es zwar auch in sich, aber dennoch war das Sandwich unter dem Kühlschrank einer Freundin, der sie beim Umzug geholfen hatten, das schlimmste, woran sie sich erinnerte. Hauptsächlich wegen der Krabbeltiere.<br />
Harry ließ sie im Bett liegen, während sie aufstand, um nach unten zu gehen, den Alarmzauber scharf stellend, der sie informieren würde, wenn Harry aufwachte.<br />
Sie brauchte keinen großen Blick in die Zeitung, um Abscheu und regelrecht Panik empfinden zu können.<br />
Statt sich mit ihrem Tee zu beschäftigen, suchte sie Nähe. Nähe zu James, dem sie vertraute und den sie hier hatte. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Wir werden das irgendwie… irgendwie schaffen wir das. Irgendwie wird die Welt auch das überstehen.“</span><br />
Hoffte sie.<br />
Und zum ersten Mal in ihrem Leben zweifelte Lily Potter an ihrer eigenen Zuversicht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Fenrir Greyback]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=376</link>
			<pubDate>Thu, 27 Nov 2025 22:38:03 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=7">Fenrir Greyback</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=376</guid>
			<description><![CDATA['Aus. Vorbei. Wir können diesen Bastarden nicht mehr bedienen als wären sie unsere Lieblingskunden!' Blanche schritt aufgeregt auf und ab, die rechte Hand erhoben als würde sie einen Taktstock in der Hand halten und die Finger immer wieder ballend, als könne sie gewissen Menschen im Zaubergamot eigenhändig den Hals umdrehen. Fabian lehnte hingegen an der Verkaufstheke, die Füße lose überkreuzt und die Arme verschränkt, seine Schwester still bei ihrer Tirade beobachtend, die nun schon gute zehn Minuten anhielt. Ihre Wut richtete sich nicht gegen ihn. Er <i>verstand</i> das Feuer, das in ihrem Herzen loderte nur zu gut. Dennoch blieb er ruhig. Sie waren Gegengewichte, wenn einer aufdrehte, dann begann der andere zu erden. <br />
<br />
Das war allerdings nicht alles. Der heutige Leitartikel des Tagespropheten war nicht nur ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich noch ein letztes bisschen Ordnung geklammert hatten, sondern auch das Einläuten einer neuen Ära. Er witterte es geradezu, dass er schon bald weitaus involvierter in diese Geschichte sein würde als er sollte und seine Mundwinkel zogen sich etwas nach oben, bis er grinste - oder war es doch eher ein Zähne fletschen? <b>"Blanche. Wenn du jetzt die Nerven wegschmeißt und einem dieser Herrschaften die Knie verkehrt herum fluchst, landest du schneller selbst in diesen Spielen als du 'ungerecht' sagen kannst. Reg dich ab."</b> Okay, das hätte er vielleicht ein bisschen feinfühliger formulieren können. Ein bisschen mehr so, dass er klarer machte, dass er ja grundsätzlich auf ihrer Seite stand! Doch da gab es eine Seite in ihm, die sich gerade am liebsten über die Schnauze geleckt hätte, die jetzt am liebsten gleich auf die Jagd gegangen wäre. Er sollte vielleicht auch wirklich anregen, dass sie noch was essen gehen könnten. Es waren Momente wie diese, die ihm ganz klar vor Augen führten, dass er sich veränderte. Es war nicht direkt mit dem Biss damals geschehen, sonst wüssten sie alle doch schon längst, dass etwas an ihm anders war. Doch vor wenigen Monaten war er zum Fenrir aufgestiegen, war innerhalb des Rudels zu Fenrir Greyback geworden. Er spürte, wie ihn die Verantwortung und die daran hängenden Entscheidungen veränderten. <br />
<br />
<b>"Wie wäre es damit: Du lehnst dich zurück und wenn diese Spiele wirklich nahen, bringst du ein paar ordentlich überteuerte Broschen heraus, die sich das zum Thema nehmen? Du ziehst ihnen das Geld aus der Tasche und nennst es Patriotismus, statt dich selbst in Gefahr zu bringen." </b>Nur drei Schritte und Blanche stand ihm gegenüber, Nase an Nase. Diese Wut im Blick, die ihm deutlich machte, dass er jetzt besser nichts falsches sagte. Doch noch bevor sie den Mund aufmachen konnte, hob er die rechte Hand in einer stummen Bitte ihn aussprechen zu lassen. Nun war <i>sie </i>es, die die Arme verschränkte, ihn schmaläugig musterte, die Mundwinkel zu einem harten Strich gepresst. <br />
<b>"Hol dir ihr Geld und steck es in was, das denen helfen wird, die davon am meisten betroffen sind." </b>Ja, der Wolf in ihm war laut. Er spürte eine Gelegenheit nahen. Er war jedoch nicht nur Fenrir, sondern auch Fabian. Fabian behielt auch im Angesicht der Gefahr einen kühlen Kopf, so wie es einem guten Fluchbrecher im besten Falle erging. Zufrieden stellte er fest, dass sich Blanches Gesichtsmuskeln wieder etwas entspannten, er selbst zuckte mit den Schultern. <b>"Denk dran, wir sind als Halbblüter direkt als nächste dran, wenn wir nicht aufpassen." </b>Als <i>ob </i>die Todesser, als ob der Dunkle Lord bei Muggelstämmigen Halt machen würde. Er hatte ihn schon getroffen. Nichts, was Blanche wusste, nichts was sie je erfahren würde, wenn alles gut ging. <br />
<br />
Fabian duckte sich, oder tat zumindest so. Diesmal waren Wolf und Mensch im Einklang. Auch Fenrir Greyback reihte sich in des Dunklen Lords Armee ein, ohne dagegen aufzumucken. <i>Noch</i> nicht. Wenn es nach ihm ging. Diese Allianz würde nicht für immer halten und er würde sie zu seinen Konditionen beenden, sich nicht davon überraschen lassen, dass man ihn und seine Wölfe irgendwann nicht mehr brauchte. <b>"Versprichst du mir, dass du auf dich aufpasst? Man traut sich ja nicht fort von hier bei der Laune."</b>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA['Aus. Vorbei. Wir können diesen Bastarden nicht mehr bedienen als wären sie unsere Lieblingskunden!' Blanche schritt aufgeregt auf und ab, die rechte Hand erhoben als würde sie einen Taktstock in der Hand halten und die Finger immer wieder ballend, als könne sie gewissen Menschen im Zaubergamot eigenhändig den Hals umdrehen. Fabian lehnte hingegen an der Verkaufstheke, die Füße lose überkreuzt und die Arme verschränkt, seine Schwester still bei ihrer Tirade beobachtend, die nun schon gute zehn Minuten anhielt. Ihre Wut richtete sich nicht gegen ihn. Er <i>verstand</i> das Feuer, das in ihrem Herzen loderte nur zu gut. Dennoch blieb er ruhig. Sie waren Gegengewichte, wenn einer aufdrehte, dann begann der andere zu erden. <br />
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Das war allerdings nicht alles. Der heutige Leitartikel des Tagespropheten war nicht nur ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich noch ein letztes bisschen Ordnung geklammert hatten, sondern auch das Einläuten einer neuen Ära. Er witterte es geradezu, dass er schon bald weitaus involvierter in diese Geschichte sein würde als er sollte und seine Mundwinkel zogen sich etwas nach oben, bis er grinste - oder war es doch eher ein Zähne fletschen? <b>"Blanche. Wenn du jetzt die Nerven wegschmeißt und einem dieser Herrschaften die Knie verkehrt herum fluchst, landest du schneller selbst in diesen Spielen als du 'ungerecht' sagen kannst. Reg dich ab."</b> Okay, das hätte er vielleicht ein bisschen feinfühliger formulieren können. Ein bisschen mehr so, dass er klarer machte, dass er ja grundsätzlich auf ihrer Seite stand! Doch da gab es eine Seite in ihm, die sich gerade am liebsten über die Schnauze geleckt hätte, die jetzt am liebsten gleich auf die Jagd gegangen wäre. Er sollte vielleicht auch wirklich anregen, dass sie noch was essen gehen könnten. Es waren Momente wie diese, die ihm ganz klar vor Augen führten, dass er sich veränderte. Es war nicht direkt mit dem Biss damals geschehen, sonst wüssten sie alle doch schon längst, dass etwas an ihm anders war. Doch vor wenigen Monaten war er zum Fenrir aufgestiegen, war innerhalb des Rudels zu Fenrir Greyback geworden. Er spürte, wie ihn die Verantwortung und die daran hängenden Entscheidungen veränderten. <br />
<br />
<b>"Wie wäre es damit: Du lehnst dich zurück und wenn diese Spiele wirklich nahen, bringst du ein paar ordentlich überteuerte Broschen heraus, die sich das zum Thema nehmen? Du ziehst ihnen das Geld aus der Tasche und nennst es Patriotismus, statt dich selbst in Gefahr zu bringen." </b>Nur drei Schritte und Blanche stand ihm gegenüber, Nase an Nase. Diese Wut im Blick, die ihm deutlich machte, dass er jetzt besser nichts falsches sagte. Doch noch bevor sie den Mund aufmachen konnte, hob er die rechte Hand in einer stummen Bitte ihn aussprechen zu lassen. Nun war <i>sie </i>es, die die Arme verschränkte, ihn schmaläugig musterte, die Mundwinkel zu einem harten Strich gepresst. <br />
<b>"Hol dir ihr Geld und steck es in was, das denen helfen wird, die davon am meisten betroffen sind." </b>Ja, der Wolf in ihm war laut. Er spürte eine Gelegenheit nahen. Er war jedoch nicht nur Fenrir, sondern auch Fabian. Fabian behielt auch im Angesicht der Gefahr einen kühlen Kopf, so wie es einem guten Fluchbrecher im besten Falle erging. Zufrieden stellte er fest, dass sich Blanches Gesichtsmuskeln wieder etwas entspannten, er selbst zuckte mit den Schultern. <b>"Denk dran, wir sind als Halbblüter direkt als nächste dran, wenn wir nicht aufpassen." </b>Als <i>ob </i>die Todesser, als ob der Dunkle Lord bei Muggelstämmigen Halt machen würde. Er hatte ihn schon getroffen. Nichts, was Blanche wusste, nichts was sie je erfahren würde, wenn alles gut ging. <br />
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Fabian duckte sich, oder tat zumindest so. Diesmal waren Wolf und Mensch im Einklang. Auch Fenrir Greyback reihte sich in des Dunklen Lords Armee ein, ohne dagegen aufzumucken. <i>Noch</i> nicht. Wenn es nach ihm ging. Diese Allianz würde nicht für immer halten und er würde sie zu seinen Konditionen beenden, sich nicht davon überraschen lassen, dass man ihn und seine Wölfe irgendwann nicht mehr brauchte. <b>"Versprichst du mir, dass du auf dich aufpasst? Man traut sich ja nicht fort von hier bei der Laune."</b>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dougal Salazar]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=374</link>
			<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 15:39:10 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=79">Dougal Salazar</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=374</guid>
			<description><![CDATA[Interessiert neigte er den Kopf, als seine Augen die schreienden Schlagzeilen des Tagespropheten erfassten. Sie empfingen diese Kundgebung nicht an dem Ort der Lehre, den er für seine Schützlinge auserkoren hatte, doch Ausflüge an Orte, die von magischen Familien bewohnt waren, gehörten dann doch immer wieder dazu. Das Papier war schon längst von Feuchtigkeit durchweicht, die Tinte stellenweise verlaufen, ohnehin war es für ihn auch nach all der Zeit sehr schwer diese Schrift zu lesen. Doch jemand hatte sich die Mühe gemacht diese Zeitung an der Haustür zu befestigen. Ein Haus, das voller Leben gewesen war und jetzt nicht mehr. Er wusste nicht wieso, aber irgendwie musste es damit zu tun haben, nicht wahr? Das war nicht nur ein Stück Dekoration. Darum gab er sich redlich Mühe damit, es zu entschlüsseln. <br />
<br />
Das Einzige, das in dieser Überschrift aber zu ihm durchdrang war dieser Begriff <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Magische Spiele</span>. Er mochte Spiele! Sie konnten einem kühle Abende vertreiben und Gelächter in eine Runde sich völlig fremder Menschen bringen. Ab und an führten sie freilich auch zu etwas viel Ehrgeiz auf der einen oder anderen Seite und dann vielleicht auch zu bitteren Tränen. Mit gerunzelter Stirn stand er noch eine Weile da, dann entschied er diesen Schrieb nun einfach einzupacken und zu jemandem zu bringen, der ihm vielleicht mehr darüber sagen könnte. <br />
<br />
<hr style="margin: auto; width:70%;">
<br />
<b>"Du willst also sagen, dass die Regierung jetzt Menschen vermutlich ein Spiel auf Leben und Tod antreten lässt statt sie wegzusperren, oder einfach so zu töten?"</b> Dougal nahm einen Schluck Bier und betrachtete die Eulenhändlerin über den Rand des Glases hinweg. <b>"Wenn du mich fragst ist das besser als gar keine Chance. Ist man dann dieses reinblütig, wenn man gewinnt?"</b> Nein, so <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">ganz</span> begriff er die Tagespolitik noch immer nicht, allerdings wären nun viele wohl darüber entsetzt gewesen, wie gleichmütig er die Neuigkeit aufnahm. Monarchen mit kruden Ideen? Gab es ständig, wenn keine anständigen Ratgeber Schlimmeres verhinderten. Seine Erfahrung. Es war doch eine Verbesserung, oder? Also wenn man dem glauben wollte, was man immer mal wieder in Gesprächen aufschnappen konnte. Oh, Dougal wusste nicht, was er von dieser Zeit halten sollte. Alle Menschen waren so... verwirrend. Auf der einen Seite lernten sie von klein auf mit Zauberstäben zu kämpfen, auf der anderen Seite schienen sie jeden Tag aufs Neue davon überrascht, dass von ausgebildeten Kämpfern erwartet wurde zu... kämpfen. Hm.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Interessiert neigte er den Kopf, als seine Augen die schreienden Schlagzeilen des Tagespropheten erfassten. Sie empfingen diese Kundgebung nicht an dem Ort der Lehre, den er für seine Schützlinge auserkoren hatte, doch Ausflüge an Orte, die von magischen Familien bewohnt waren, gehörten dann doch immer wieder dazu. Das Papier war schon längst von Feuchtigkeit durchweicht, die Tinte stellenweise verlaufen, ohnehin war es für ihn auch nach all der Zeit sehr schwer diese Schrift zu lesen. Doch jemand hatte sich die Mühe gemacht diese Zeitung an der Haustür zu befestigen. Ein Haus, das voller Leben gewesen war und jetzt nicht mehr. Er wusste nicht wieso, aber irgendwie musste es damit zu tun haben, nicht wahr? Das war nicht nur ein Stück Dekoration. Darum gab er sich redlich Mühe damit, es zu entschlüsseln. <br />
<br />
Das Einzige, das in dieser Überschrift aber zu ihm durchdrang war dieser Begriff <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Magische Spiele</span>. Er mochte Spiele! Sie konnten einem kühle Abende vertreiben und Gelächter in eine Runde sich völlig fremder Menschen bringen. Ab und an führten sie freilich auch zu etwas viel Ehrgeiz auf der einen oder anderen Seite und dann vielleicht auch zu bitteren Tränen. Mit gerunzelter Stirn stand er noch eine Weile da, dann entschied er diesen Schrieb nun einfach einzupacken und zu jemandem zu bringen, der ihm vielleicht mehr darüber sagen könnte. <br />
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<hr style="margin: auto; width:70%;">
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<b>"Du willst also sagen, dass die Regierung jetzt Menschen vermutlich ein Spiel auf Leben und Tod antreten lässt statt sie wegzusperren, oder einfach so zu töten?"</b> Dougal nahm einen Schluck Bier und betrachtete die Eulenhändlerin über den Rand des Glases hinweg. <b>"Wenn du mich fragst ist das besser als gar keine Chance. Ist man dann dieses reinblütig, wenn man gewinnt?"</b> Nein, so <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">ganz</span> begriff er die Tagespolitik noch immer nicht, allerdings wären nun viele wohl darüber entsetzt gewesen, wie gleichmütig er die Neuigkeit aufnahm. Monarchen mit kruden Ideen? Gab es ständig, wenn keine anständigen Ratgeber Schlimmeres verhinderten. Seine Erfahrung. Es war doch eine Verbesserung, oder? Also wenn man dem glauben wollte, was man immer mal wieder in Gesprächen aufschnappen konnte. Oh, Dougal wusste nicht, was er von dieser Zeit halten sollte. Alle Menschen waren so... verwirrend. Auf der einen Seite lernten sie von klein auf mit Zauberstäben zu kämpfen, auf der anderen Seite schienen sie jeden Tag aufs Neue davon überrascht, dass von ausgebildeten Kämpfern erwartet wurde zu... kämpfen. Hm.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Brutus Scrimgeour]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=340</link>
			<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 21:47:55 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=32">Brutus Scrimgeour</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=340</guid>
			<description><![CDATA[Das Glas hatte schon eine Weile vor Rufus gestanden, lange bevor er die Zeitung gesenkt und in Brutus Gesicht geblickt hatte. Brutus brauchte nicht zu wissen, was sein Spiegelbild dort sah, ihm reichte es zu sehen, wie sich die Gesichtszüge seines Bruders verändert hatten. Ein Hauch von Veränderung, die den meisten Menschen wohl gar nicht erst aufgefallen wäre. Sie waren so minimal, so winzig klein. Die meisten Menschen würden sie wohl übersehen, weil sie so klein, so unbedeutend zu sein schienen. Wer blieb schon in diesen Tagen gänzlich neutral, wenn er einen Blick in die Zeitung warf? Man erwartete eine Reaktion, wohlwissend, dass ein trainierter Auror wie Rufus seine Gesichtszüge auch in einer solchen Situation unter Kontrolle hatte. <br />
Aber was Rufus und Brutus verband, das war etwas, was nur die wenigsten Menschen hatten. Eine so tiefgehende Verbindung miteinander, dass sie keine Worte brauchten. Keine großen Gesten oder eine sich auffällig verändernde Mimik. Brutus sah Rufus Augenbraue, das winzige Zucken, wie sich eine Falte mehr zu bilden schien. Brutus spürte die Sorge, die Wut, die in Rufus zu kochen schien wie ein magischer Teekessel, der ein wenig zu viel Hitze abbekommen hatte. <br />
Er sah Rufus an, als seine Hand nach der Zeitung griff. Die Sorgen standen ihm sehr viel deutlicher ins Gesicht geschrieben, als seinem Zwillingsbruder. Das wusste Brutus selbst, er spürte, wie sich seine Gesichtszüge verhärtet hatten. Aber gut, Sorgen machte sich Brutus schon seit Ewigkeiten. Nicht erst, seitdem er Rufus und dessen Schreibtisch aus dem Ministerium geholt hatte. Doch das letzte halbe Jahr hatte nichts besser gemacht, geblieben war die Sorge. Wie hatte er noch vor Monaten davon geträumt, dass Rufus irgendwann nicht mehr Auror sein müsste und sie beide den wohlverdienten Ruhestand würden genießen können. Er hatte alles dafür vorbereitet, auch für den Fall, dass Rufus einmal nicht mehr in der Lage sein würde, für seinen eigenen Unterhalt aufzukommen. Brutus hatte einen Plan geschmiedet, für ein gemeinsames Leben mit seinem Zwillingsbruder. Und das, wo er nie derjenige mit echten Plänen gewesen war. <br />
Und dann, als Rufus kein Auror mehr gewesen war, da hatte er sich noch sehr viel mehr Sorgen gemacht, wie zu der Zeit wo es Rufus noch gewesen war. Die Welt in der sie nun lebten, war eine schreckliche geworden. Grausamer. Obwohl sie nie fair oder freundlich gewesen war. <br />
Seine Augen huschten über die Zeilen, das Papier. Über die Worte, die sich anfühlten, als wären sie pures Gift. <br />
Ob er dabei wäre? Brutus verzog das Gesicht, als hätte Rufus gerade etwas Unanständiges gefragt. War es ja auch irgendwie, oder? Wie könnte er nicht? <br />
<b>”Bei allem, Rufus.”</b> So wie immer. <br />
Wie damals, als sie mit Schöpfkellen und Topfdeckeln bewaffnet in den Krieg gezogen waren. Nur diesmal etwas echter und gefährlicher. <br />
<b>”Wie in den alten Tagen?”</b> <br />
Lachend griff Brutus unter der Tresen, um eine alte, abgenutzte Treiberkeule hervorzuziehen, die er auf die fallengelassene Zeitung legte. Es war nicht seine, diese hier gehörte Rufus, noch aus der Zeit, als sie als Schüler ein berühmtes Treiber-Duo in Hogwarts gewesen waren. Bevor sie ihre beruflichen Wege getrennt hatten. Nun kämpften sie wieder zusammen gegen Drachen und andere Ungeheuer. Gemeinsam. So wie immer schon.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Glas hatte schon eine Weile vor Rufus gestanden, lange bevor er die Zeitung gesenkt und in Brutus Gesicht geblickt hatte. Brutus brauchte nicht zu wissen, was sein Spiegelbild dort sah, ihm reichte es zu sehen, wie sich die Gesichtszüge seines Bruders verändert hatten. Ein Hauch von Veränderung, die den meisten Menschen wohl gar nicht erst aufgefallen wäre. Sie waren so minimal, so winzig klein. Die meisten Menschen würden sie wohl übersehen, weil sie so klein, so unbedeutend zu sein schienen. Wer blieb schon in diesen Tagen gänzlich neutral, wenn er einen Blick in die Zeitung warf? Man erwartete eine Reaktion, wohlwissend, dass ein trainierter Auror wie Rufus seine Gesichtszüge auch in einer solchen Situation unter Kontrolle hatte. <br />
Aber was Rufus und Brutus verband, das war etwas, was nur die wenigsten Menschen hatten. Eine so tiefgehende Verbindung miteinander, dass sie keine Worte brauchten. Keine großen Gesten oder eine sich auffällig verändernde Mimik. Brutus sah Rufus Augenbraue, das winzige Zucken, wie sich eine Falte mehr zu bilden schien. Brutus spürte die Sorge, die Wut, die in Rufus zu kochen schien wie ein magischer Teekessel, der ein wenig zu viel Hitze abbekommen hatte. <br />
Er sah Rufus an, als seine Hand nach der Zeitung griff. Die Sorgen standen ihm sehr viel deutlicher ins Gesicht geschrieben, als seinem Zwillingsbruder. Das wusste Brutus selbst, er spürte, wie sich seine Gesichtszüge verhärtet hatten. Aber gut, Sorgen machte sich Brutus schon seit Ewigkeiten. Nicht erst, seitdem er Rufus und dessen Schreibtisch aus dem Ministerium geholt hatte. Doch das letzte halbe Jahr hatte nichts besser gemacht, geblieben war die Sorge. Wie hatte er noch vor Monaten davon geträumt, dass Rufus irgendwann nicht mehr Auror sein müsste und sie beide den wohlverdienten Ruhestand würden genießen können. Er hatte alles dafür vorbereitet, auch für den Fall, dass Rufus einmal nicht mehr in der Lage sein würde, für seinen eigenen Unterhalt aufzukommen. Brutus hatte einen Plan geschmiedet, für ein gemeinsames Leben mit seinem Zwillingsbruder. Und das, wo er nie derjenige mit echten Plänen gewesen war. <br />
Und dann, als Rufus kein Auror mehr gewesen war, da hatte er sich noch sehr viel mehr Sorgen gemacht, wie zu der Zeit wo es Rufus noch gewesen war. Die Welt in der sie nun lebten, war eine schreckliche geworden. Grausamer. Obwohl sie nie fair oder freundlich gewesen war. <br />
Seine Augen huschten über die Zeilen, das Papier. Über die Worte, die sich anfühlten, als wären sie pures Gift. <br />
Ob er dabei wäre? Brutus verzog das Gesicht, als hätte Rufus gerade etwas Unanständiges gefragt. War es ja auch irgendwie, oder? Wie könnte er nicht? <br />
<b>”Bei allem, Rufus.”</b> So wie immer. <br />
Wie damals, als sie mit Schöpfkellen und Topfdeckeln bewaffnet in den Krieg gezogen waren. Nur diesmal etwas echter und gefährlicher. <br />
<b>”Wie in den alten Tagen?”</b> <br />
Lachend griff Brutus unter der Tresen, um eine alte, abgenutzte Treiberkeule hervorzuziehen, die er auf die fallengelassene Zeitung legte. Es war nicht seine, diese hier gehörte Rufus, noch aus der Zeit, als sie als Schüler ein berühmtes Treiber-Duo in Hogwarts gewesen waren. Bevor sie ihre beruflichen Wege getrennt hatten. Nun kämpften sie wieder zusammen gegen Drachen und andere Ungeheuer. Gemeinsam. So wie immer schon.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zahira Fawley]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=319</link>
			<pubDate>Sun, 21 Sep 2025 16:49:41 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=118">Zahira Fawley</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=319</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: justify;" class="mycode_align">Immer wieder erreichten Zahira Nachrichten aus der Heimat. Immer seltener waren sie persönlich. Immer seltener waren sie gut. Oft war sie gar nicht böse, dass die Inseln in der Nordsee sie allmählich zu verg­essen schienen. Die Abstände, in denen sie nach Hause zurückkehrte, wurden grö­ßer, die Gedanken an ihr altes Leben selt­ener. Beinahe ein Viertel ihres Lebens verbr­achte sie nun schon nördlich des Polarkreis­es, hatte sich die Sprache angeeignet und sowohl endlose Tage als auch endlose Näch­te lieben gelernt. Norwegen war nicht mehr nur ein Job, ein übereilt angenommenes Angeb­ot, um sich ins Ausland zu flüchten und ein Meer zwischen sie und ihre Familie zu brin­gen. Norwegen war Heimat.<br />
<br />
In einer dieser langen Nächte, die schon am frühen Nachmittag begannen, wurde Za­hiras Welt auf den Kopf gestellt. Das positi­ve Gefühl, mit dem sie das Training beendet hatte, verflüchtigte sich innerhalb eines Augen­blicks, als der Trainer ihr eröffnete, dass ei­ne andere Mannschaft ihren Vertrag gekauft hatte und sie zu Beginn des nächsten Monats kein Kite mehr sein würde. Auch später, als sie zu Hause die Unterlagen auf dem Boden ausge­breitet hatte und nach dem Scherz darin suchte, kam ihr alles noch sehr surreal vor. Der Zeit­ungsartikel, inzwischen ein paar Tage alt, der Br­ief ihrer Mutter, der neue Trainingsplan. Dazwischen Verträge, Abmachungen und Summen, die ihren Wert so eindeutig überschritten, dass man nicht nein sagen konnte.<br />
Die alte Heimat, so fern und fast vergess­en, raste schneller als ein Rennbesen auf sie zu, der Zusammenstoß unvermeidlich. Wut, Trauer, Angst und die verzweifelte Suche na­ch Auswegen würden folgen. Doch für den Moment füllte die Erkenntnis, dass sie zur Spielfigur gemacht wurde, Zahira nur mit Leere und dem Verdacht, dass ihr Großvater die Finger im Spiel hatte.</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify;" class="mycode_align">Immer wieder erreichten Zahira Nachrichten aus der Heimat. Immer seltener waren sie persönlich. Immer seltener waren sie gut. Oft war sie gar nicht böse, dass die Inseln in der Nordsee sie allmählich zu verg­essen schienen. Die Abstände, in denen sie nach Hause zurückkehrte, wurden grö­ßer, die Gedanken an ihr altes Leben selt­ener. Beinahe ein Viertel ihres Lebens verbr­achte sie nun schon nördlich des Polarkreis­es, hatte sich die Sprache angeeignet und sowohl endlose Tage als auch endlose Näch­te lieben gelernt. Norwegen war nicht mehr nur ein Job, ein übereilt angenommenes Angeb­ot, um sich ins Ausland zu flüchten und ein Meer zwischen sie und ihre Familie zu brin­gen. Norwegen war Heimat.<br />
<br />
In einer dieser langen Nächte, die schon am frühen Nachmittag begannen, wurde Za­hiras Welt auf den Kopf gestellt. Das positi­ve Gefühl, mit dem sie das Training beendet hatte, verflüchtigte sich innerhalb eines Augen­blicks, als der Trainer ihr eröffnete, dass ei­ne andere Mannschaft ihren Vertrag gekauft hatte und sie zu Beginn des nächsten Monats kein Kite mehr sein würde. Auch später, als sie zu Hause die Unterlagen auf dem Boden ausge­breitet hatte und nach dem Scherz darin suchte, kam ihr alles noch sehr surreal vor. Der Zeit­ungsartikel, inzwischen ein paar Tage alt, der Br­ief ihrer Mutter, der neue Trainingsplan. Dazwischen Verträge, Abmachungen und Summen, die ihren Wert so eindeutig überschritten, dass man nicht nein sagen konnte.<br />
Die alte Heimat, so fern und fast vergess­en, raste schneller als ein Rennbesen auf sie zu, der Zusammenstoß unvermeidlich. Wut, Trauer, Angst und die verzweifelte Suche na­ch Auswegen würden folgen. Doch für den Moment füllte die Erkenntnis, dass sie zur Spielfigur gemacht wurde, Zahira nur mit Leere und dem Verdacht, dass ihr Großvater die Finger im Spiel hatte.</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Quintius Avery]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=289</link>
			<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 23:00:04 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=101">Quintius Avery</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=289</guid>
			<description><![CDATA[Er las den Artikel nicht interessiert aber aufmerksam, und mit dieser kühlen Ruhe, die ihn immer umgab, wenn andere sich aufregten. Als er fertig war, faltete er die Zeitung exakt und legte sie beiseite. Kein Kommentar, kein Kopfschütteln, kein Augenbrauenheben. Die Spiele. Eine logische Entwicklung, wenn man ehrlich war. Er hatte es kommen sehen. Walburga war keine Frau, die zufällig an eine solche Position gelangte. Orion auch kein Mann, der Vorschläge machte, ohne vorher zehn Jahre in die Zukunft geblickt zu haben. Quintius verspürte weder Empörung noch Eifer, nur ein leises, nüchternes Einvernehmen mit dem, was da stand: Ordnung musste hergestellt werden. Nicht durch Diskussionen, sondern durch Struktur. Und wenn Struktur bedeutete, dass man Unordnung öffentlich zerschlug, dann war das eine Form der Reinigung, die nicht hübsch, aber notwendig war. Ihn störte nicht, dass es brutal war. Ihn störte höchstens, dass es nun öffentlich war  das machte alles unkontrollierbarer. Emotionen sind gefährlich, besonders, wenn sie im Publikum sitzen. Aber das Grundprinzip war richtig. Wer gegen die Ordnung verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Wer stark genug ist, überlebt. Wer nicht, verschwindet. Das war kein Skandal, das war Natur. Seine Familie würde nicht hingehen. Nicht teilnehmen, nicht applaudieren, nicht mit den anderen in der ersten Reihe stehen. Sie würden beobachten  von dort, wo man nicht gesehen wird. Er wollte wissen, wer sich in den Spielen behauptete, wer Taktik zeigte, wer starb wie ein Narr und wer überlebte mit Verstand. Denn in einem Spiel wie diesem ging es nicht nur ums Überleben. Es ging darum, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">was man daraus machte</span>. Und wenn der Staub sich legte, würde er wissen, wen man fördern musste  und wen man endgültig vergessen konnte. So etwas nannte man nicht Grausamkeit. So etwas nannte man Auswahl. Und Quintius Avery Sr. hatte nie daran geglaubt, dass jeder einen Platz verdiente.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Er las den Artikel nicht interessiert aber aufmerksam, und mit dieser kühlen Ruhe, die ihn immer umgab, wenn andere sich aufregten. Als er fertig war, faltete er die Zeitung exakt und legte sie beiseite. Kein Kommentar, kein Kopfschütteln, kein Augenbrauenheben. Die Spiele. Eine logische Entwicklung, wenn man ehrlich war. Er hatte es kommen sehen. Walburga war keine Frau, die zufällig an eine solche Position gelangte. Orion auch kein Mann, der Vorschläge machte, ohne vorher zehn Jahre in die Zukunft geblickt zu haben. Quintius verspürte weder Empörung noch Eifer, nur ein leises, nüchternes Einvernehmen mit dem, was da stand: Ordnung musste hergestellt werden. Nicht durch Diskussionen, sondern durch Struktur. Und wenn Struktur bedeutete, dass man Unordnung öffentlich zerschlug, dann war das eine Form der Reinigung, die nicht hübsch, aber notwendig war. Ihn störte nicht, dass es brutal war. Ihn störte höchstens, dass es nun öffentlich war  das machte alles unkontrollierbarer. Emotionen sind gefährlich, besonders, wenn sie im Publikum sitzen. Aber das Grundprinzip war richtig. Wer gegen die Ordnung verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Wer stark genug ist, überlebt. Wer nicht, verschwindet. Das war kein Skandal, das war Natur. Seine Familie würde nicht hingehen. Nicht teilnehmen, nicht applaudieren, nicht mit den anderen in der ersten Reihe stehen. Sie würden beobachten  von dort, wo man nicht gesehen wird. Er wollte wissen, wer sich in den Spielen behauptete, wer Taktik zeigte, wer starb wie ein Narr und wer überlebte mit Verstand. Denn in einem Spiel wie diesem ging es nicht nur ums Überleben. Es ging darum, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">was man daraus machte</span>. Und wenn der Staub sich legte, würde er wissen, wen man fördern musste  und wen man endgültig vergessen konnte. So etwas nannte man nicht Grausamkeit. So etwas nannte man Auswahl. Und Quintius Avery Sr. hatte nie daran geglaubt, dass jeder einen Platz verdiente.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Casimir Delancey]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=286</link>
			<pubDate>Thu, 28 Aug 2025 23:42:44 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=100">Casimir Delancey</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=286</guid>
			<description><![CDATA[„Und? Was hältst du davon?“, wollte Aphelios drängend von seinem Vater wissen, der bereits zum zweiten Mal den Blick von der ersten bis zur letzten Zeile schweifen ließ. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Spiele. </span>Casimir las zwar was dort geschrieben stand, konnte es jedoch nur schwer begreifen und erst recht nicht wirklich realisieren. Natürlich zog er es in die Länge! Denn während er versuchte, das Gelesene zu verstehen, suchte er zugleich fieberhaft nach einer Antwort, die seinem Sohn die aktuellen Sorgen wenigstens ein klein wenig nehmen könnte.<br />
Doch was sollte er schon sagen können? Was ließ sich da noch schönreden? Und wieso zum Teufel konnte Aphelios das nicht einfach seine Mutter fragen?! Ja, Morticia fragen, von der Casimir nicht einmal sagen konnte, wie ihre Sicht der Dinge darüber wohl wäre. Pro Reinblut, natürlich. Und Muggel? Niedere Wesen! Casimir wusste um die Ansichten der Familie Crae, in der auch seine Frau aufgewachsen war, doch ebenso wusste er um das butterweiche Herz seines Sohnes. Vielleicht sollte er tatsächlich das Gespräch mit Morticia suchen – ganz gleich, wie oft sie dabei über ihn und seine Art die Augen verdrehen würde.<br />
Doch zurück zum Wesentlichen – und damit zu seinem Sohn.<br />
„Also, ich halte das hier für … einen Fehler. Das klingt, als würden wir Vieh zu unserer Belustigung zusammentreiben, in der Hoffnung, zu sehen wie sie einander selbst zerfleischen.“ Drastische Wortwahl, die auch Aphelios kurz verdattert dreinblicken ließ. Verstohlen sah er sich zu allen Seiten um, als könnten die Wände im Wohnbereich des Anwesens plötzlich Ohren besitzen.<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"> „Das … das kannst du doch aber nicht laut sagen!“</span><br />
Herrje, die Schlagzeile schien den Kopf seines Sohnes mit Unsicherheit und Angst gefüllt zu haben. Dabei sollte doch gerade ihm nichts passieren. Genau, solange es seinem Sohn am Ende des Ganzen noch gut gehen würde, dann … tja, was dann?<br />
Mit einem tiefen Schnaufen legte Casimir die Zeitung fein säuberlich auf den sonst so reichlich gedeckten Esstisch.<br />
„Ich kann das sehr wohl laut sagen – gerade, wenn es darum geht, dich hiervor zu warnen. Du hast ein riesiges Herz und ich weiß, dass es hierbei auch um deine Freunde geht. Doch du bist mein Sohn und ich will dich so weit wie möglich von alldem fernhalten. Deiner Mutter geht es nicht anders.“ Seine Stimme, der man sonst so oft das schiefe Grinsen regelrecht anhören konnte, verlor jeglichen Schalk und gewann dafür an besorgter Ernsthaftigkeit. „<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich soll also nur zusehen?!</span>“ Nicht die Antwort, die er sich offenbar von seinem Vater erhofft hatte. Wobei...<br />
 „Ja. Doch das gilt nicht für mich.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[„Und? Was hältst du davon?“, wollte Aphelios drängend von seinem Vater wissen, der bereits zum zweiten Mal den Blick von der ersten bis zur letzten Zeile schweifen ließ. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Spiele. </span>Casimir las zwar was dort geschrieben stand, konnte es jedoch nur schwer begreifen und erst recht nicht wirklich realisieren. Natürlich zog er es in die Länge! Denn während er versuchte, das Gelesene zu verstehen, suchte er zugleich fieberhaft nach einer Antwort, die seinem Sohn die aktuellen Sorgen wenigstens ein klein wenig nehmen könnte.<br />
Doch was sollte er schon sagen können? Was ließ sich da noch schönreden? Und wieso zum Teufel konnte Aphelios das nicht einfach seine Mutter fragen?! Ja, Morticia fragen, von der Casimir nicht einmal sagen konnte, wie ihre Sicht der Dinge darüber wohl wäre. Pro Reinblut, natürlich. Und Muggel? Niedere Wesen! Casimir wusste um die Ansichten der Familie Crae, in der auch seine Frau aufgewachsen war, doch ebenso wusste er um das butterweiche Herz seines Sohnes. Vielleicht sollte er tatsächlich das Gespräch mit Morticia suchen – ganz gleich, wie oft sie dabei über ihn und seine Art die Augen verdrehen würde.<br />
Doch zurück zum Wesentlichen – und damit zu seinem Sohn.<br />
„Also, ich halte das hier für … einen Fehler. Das klingt, als würden wir Vieh zu unserer Belustigung zusammentreiben, in der Hoffnung, zu sehen wie sie einander selbst zerfleischen.“ Drastische Wortwahl, die auch Aphelios kurz verdattert dreinblicken ließ. Verstohlen sah er sich zu allen Seiten um, als könnten die Wände im Wohnbereich des Anwesens plötzlich Ohren besitzen.<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"> „Das … das kannst du doch aber nicht laut sagen!“</span><br />
Herrje, die Schlagzeile schien den Kopf seines Sohnes mit Unsicherheit und Angst gefüllt zu haben. Dabei sollte doch gerade ihm nichts passieren. Genau, solange es seinem Sohn am Ende des Ganzen noch gut gehen würde, dann … tja, was dann?<br />
Mit einem tiefen Schnaufen legte Casimir die Zeitung fein säuberlich auf den sonst so reichlich gedeckten Esstisch.<br />
„Ich kann das sehr wohl laut sagen – gerade, wenn es darum geht, dich hiervor zu warnen. Du hast ein riesiges Herz und ich weiß, dass es hierbei auch um deine Freunde geht. Doch du bist mein Sohn und ich will dich so weit wie möglich von alldem fernhalten. Deiner Mutter geht es nicht anders.“ Seine Stimme, der man sonst so oft das schiefe Grinsen regelrecht anhören konnte, verlor jeglichen Schalk und gewann dafür an besorgter Ernsthaftigkeit. „<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich soll also nur zusehen?!</span>“ Nicht die Antwort, die er sich offenbar von seinem Vater erhofft hatte. Wobei...<br />
 „Ja. Doch das gilt nicht für mich.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Theresa Avery]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=283</link>
			<pubDate>Tue, 26 Aug 2025 10:10:48 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=64">Theresa Avery</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=283</guid>
			<description><![CDATA[Theresa seufzte, als sie den Tagespropheten schloss. Der Zaubergamot hatte beschlossen eine umfassende Reform in der Strafjustiz zu verfolgen, da man etwas gegen die steigende Belastung und die zunehmenden Kosten unternehmen wollte. Der Artikel las sich wirklich gut, aber nur weil es sich gut lesen lies war es noch nicht gut. Prüfungen, in einer Art Spielsystem… sie wusste nicht was sie davon halten sollte. Sie wusste nur, dass dieses beunruhigende Gefühl in ihr aufstieg. Was würde passieren? Würde es dabeibleiben? Wie würden diese Spiele aussehen? Waren es Spiele auf Leben und Tod? Was würde sich Walburga Black einfallen lassen als oberste Spielmacherin? Es waren ungewisse Zeiten, ja wirklich ungewiss. Sie fand es weder gut noch schlecht, sie würde sich erst ein genaues Bild machen müssen, bevor sie eine wirkliche Entscheidung treffen konnte. Theresa legte den Tagespropheten beiseite und schloss ihre Augen. Egal, was kam, das ungute Gefühl, welches sich in ihrem Inneren sammelte, war da und schien so schnell nicht verschwinden zu wollen. Diese unklare Zeit machte Theresa unsicher. Was würde die Zukunft nur bringen? Sie hoffte das Beste.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Theresa seufzte, als sie den Tagespropheten schloss. Der Zaubergamot hatte beschlossen eine umfassende Reform in der Strafjustiz zu verfolgen, da man etwas gegen die steigende Belastung und die zunehmenden Kosten unternehmen wollte. Der Artikel las sich wirklich gut, aber nur weil es sich gut lesen lies war es noch nicht gut. Prüfungen, in einer Art Spielsystem… sie wusste nicht was sie davon halten sollte. Sie wusste nur, dass dieses beunruhigende Gefühl in ihr aufstieg. Was würde passieren? Würde es dabeibleiben? Wie würden diese Spiele aussehen? Waren es Spiele auf Leben und Tod? Was würde sich Walburga Black einfallen lassen als oberste Spielmacherin? Es waren ungewisse Zeiten, ja wirklich ungewiss. Sie fand es weder gut noch schlecht, sie würde sich erst ein genaues Bild machen müssen, bevor sie eine wirkliche Entscheidung treffen konnte. Theresa legte den Tagespropheten beiseite und schloss ihre Augen. Egal, was kam, das ungute Gefühl, welches sich in ihrem Inneren sammelte, war da und schien so schnell nicht verschwinden zu wollen. Diese unklare Zeit machte Theresa unsicher. Was würde die Zukunft nur bringen? Sie hoffte das Beste.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kalina Gregorovitch]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=282</link>
			<pubDate>Tue, 26 Aug 2025 10:10:34 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=97">Kalina Gregorovitch</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=282</guid>
			<description><![CDATA[Federleicht berührten ihre Fingerspitzen das mit schwarzer Tinte bedruckte Papier, welches verkündete das der Zaubergamot im Rahmen einer Sitzung eine umfassende Reform beschlossen hatte, die den Bereich der magischen Strafjustiz betraf. Den ganzen Tag über hatte es im Ministerium bereits Geflüster gegeben, Mitarbeiter die sich mit leisen Stimmen unterhielten, sich immer wieder vorsichtig umsahen als hätten sie das Gefühl beobachtet zu werden. Das Getuschel war Kalina nicht entgangen, auch wenn sie den Artikel nicht gelesen hatte bis sie nach ihrer Arbeit nachhause gekommen war. Sie saß in ihrem Veloursleder Ohrensessel, im Kamin brannte ein Feuer dessen Wärme sie jedoch nicht zu erreichen schien und die Flammen züngelten als würden sie nach etwas gieren. Vielleicht nach dem Papier, welches auf Kalinas Schoß lag. Sie konnte es den Flammen nicht verübeln, womöglich wollten sie den Tagespropheten ebenso versengen wie sie selbst. Diese Idee konnte nur von einem Reinblut stammen, von einem das durch zu viel Inzucht im Blut, nicht mehr alle Gehirnzellen beieinanderhatte. Magieprüfungen wie zur Zeit des antiken Roms oder im 13. Jahrhundert. Sie waren weder im alten Rom noch befanden sie sich im 13. Jahrhundert. Es hatte Gründe gegeben, weshalb die Prüfungen durch Magie über Jahrhunderte nicht mehr angewandt wurden. Kalina griff nach dem Tagespropheten auf ihrem Schoß, zerknüllte die Tageszeitung und warf sie mit einem Wurf in das Kaminfeuer, welches sich sofort begann durch das Papier zu fressen und mit jeder Sekunde mehr davon in Asche verwandelte. Ein Seufzer verließ ihren Mund. Dies war der Beginn des Untergangs der britischen magischen Gesellschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Federleicht berührten ihre Fingerspitzen das mit schwarzer Tinte bedruckte Papier, welches verkündete das der Zaubergamot im Rahmen einer Sitzung eine umfassende Reform beschlossen hatte, die den Bereich der magischen Strafjustiz betraf. Den ganzen Tag über hatte es im Ministerium bereits Geflüster gegeben, Mitarbeiter die sich mit leisen Stimmen unterhielten, sich immer wieder vorsichtig umsahen als hätten sie das Gefühl beobachtet zu werden. Das Getuschel war Kalina nicht entgangen, auch wenn sie den Artikel nicht gelesen hatte bis sie nach ihrer Arbeit nachhause gekommen war. Sie saß in ihrem Veloursleder Ohrensessel, im Kamin brannte ein Feuer dessen Wärme sie jedoch nicht zu erreichen schien und die Flammen züngelten als würden sie nach etwas gieren. Vielleicht nach dem Papier, welches auf Kalinas Schoß lag. Sie konnte es den Flammen nicht verübeln, womöglich wollten sie den Tagespropheten ebenso versengen wie sie selbst. Diese Idee konnte nur von einem Reinblut stammen, von einem das durch zu viel Inzucht im Blut, nicht mehr alle Gehirnzellen beieinanderhatte. Magieprüfungen wie zur Zeit des antiken Roms oder im 13. Jahrhundert. Sie waren weder im alten Rom noch befanden sie sich im 13. Jahrhundert. Es hatte Gründe gegeben, weshalb die Prüfungen durch Magie über Jahrhunderte nicht mehr angewandt wurden. Kalina griff nach dem Tagespropheten auf ihrem Schoß, zerknüllte die Tageszeitung und warf sie mit einem Wurf in das Kaminfeuer, welches sich sofort begann durch das Papier zu fressen und mit jeder Sekunde mehr davon in Asche verwandelte. Ein Seufzer verließ ihren Mund. Dies war der Beginn des Untergangs der britischen magischen Gesellschaft.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aurora Whitehorn]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=281</link>
			<pubDate>Tue, 26 Aug 2025 10:10:07 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=20">Aurora Whitehorn</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=281</guid>
			<description><![CDATA[Aurora saß am Kamin im Wohnzimmer des Hauses, welches sie gemeinsam mit ihrem Ehemann bewohnte. Der Tagesprophet, welcher am Morgen von einer Eule gebracht worden war, fing gerade Feuer und wurde zu schwarzer Arsche. Die Flammen fraßen sich durch das Bild, versenkten Walburga Black das Haar. Aurora wusste, das der Artikel im Tagespropheten über die Entscheidung des Gamots und die neuen magischen Spiele, zwar schön formuliert waren, aber nur den Schrecken verbergen sollten, den es geben würde. Nicht nur, das sie aus erster Hand wusste, was im Gamot geschah, ihrem Mann sei dank, sondern sie war auch nicht dumm. Diese magischen Spiele wären der Höhepunkt dessen, was sich in der britischen Gesellschaft derzeitig abspielte. Aurora seufzte leise. Sie hoffte inständig, dass diese Menschen aufgehalten werden würden, das sie all den Schmerz, all das Leid, was kommen würde, irgendwann selbst zu spüren bekamen. Prüfungen um Askaban zu entgehen... das war lächerlich. Niemand der klar bei Verstand war, würde das glauben. Aurora schüttelte den Kopf. Der Tagesprophet zerfiel zu staubiger Asche.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Aurora saß am Kamin im Wohnzimmer des Hauses, welches sie gemeinsam mit ihrem Ehemann bewohnte. Der Tagesprophet, welcher am Morgen von einer Eule gebracht worden war, fing gerade Feuer und wurde zu schwarzer Arsche. Die Flammen fraßen sich durch das Bild, versenkten Walburga Black das Haar. Aurora wusste, das der Artikel im Tagespropheten über die Entscheidung des Gamots und die neuen magischen Spiele, zwar schön formuliert waren, aber nur den Schrecken verbergen sollten, den es geben würde. Nicht nur, das sie aus erster Hand wusste, was im Gamot geschah, ihrem Mann sei dank, sondern sie war auch nicht dumm. Diese magischen Spiele wären der Höhepunkt dessen, was sich in der britischen Gesellschaft derzeitig abspielte. Aurora seufzte leise. Sie hoffte inständig, dass diese Menschen aufgehalten werden würden, das sie all den Schmerz, all das Leid, was kommen würde, irgendwann selbst zu spüren bekamen. Prüfungen um Askaban zu entgehen... das war lächerlich. Niemand der klar bei Verstand war, würde das glauben. Aurora schüttelte den Kopf. Der Tagesprophet zerfiel zu staubiger Asche.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Evan Rosier]]></title>
			<link>https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=280</link>
			<pubDate>Tue, 26 Aug 2025 10:09:41 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.things-we-lost.de/member.php?action=profile&uid=19">Evan Rosier</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.things-we-lost.de/showthread.php?tid=280</guid>
			<description><![CDATA[Evan ließ die Zeitung sinken, seine dunklen Augen glitten noch einmal über die Schlagzeile, ehe sich ein spöttisches Lächeln auf seine Lippen schlich. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Magische Spiele“.</span> Ein hübsches Wort für ein Schauspiel, das nichts anderes bedeutete als öffentlich zur Schau gestellte Folter, getarnt als Reform. Für ihn war es ein Geschenk – ein Instrument, um Macht zu demonstrieren und den Pöbel bei Laune zu halten. Er lehnte sich zurück, die Finger ruhig gefaltet, doch innerlich vibrierte er vor leiser, kühler Vorfreude. Solche Spiele würden für ihn ein Fest sein. Nicht nur, weil er sich in den Reihen der Todesser gewiss nützlich machen konnte, sondern auch, weil sie ein Ventil boten. Ein Ort, an dem Gewalt nicht nur geduldet, sondern zelebriert wurde. Dort, wo andere schwitzten, bangten und verzweifelten, blühte er auf. Dennoch verzog sich sein Mundwinkel leicht, als er den Namen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Walburga Black</span> las. Er kannte sie, kannte ihren fanatischen Ehrgeiz – und wusste, dass sie sich dieses Amt wie eine Krone aufsetzen würde. Doch störte ihn das nicht. Im Gegenteil: Solange die Spiele das Gesicht der Gesellschaft prägten, solange man Menschen öffentlich brach, war es ihm gleich, wessen Hand sie leitete. Einen kurzen Moment lang huschte ein anderer Gedanke durch seinen Kopf – flüchtig, unangenehm. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Gefühle.</span> Das Wort schmeckte ihm bitter, seit er es nicht länger ignorieren konnte. Die Vorstellung, dass jemand, der ihm etwas bedeutete, in diesen Spielen landen könnte, brannte wie ein unsichtbarer Stachel. Doch so schnell, wie er kam, schob Evan den Gedanken beiseite, presste ihn tief in den Schatten seines Geistes. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Balance zwischen Strafe und Chance auf Läuterung,“</span> wiederholte er halblaut und lachte leise, kalt. In seinen Augen gab es keine Balance, nur Sieger und Gebrochene. Und er wusste genau, auf welcher Seite er stand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Evan ließ die Zeitung sinken, seine dunklen Augen glitten noch einmal über die Schlagzeile, ehe sich ein spöttisches Lächeln auf seine Lippen schlich. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Magische Spiele“.</span> Ein hübsches Wort für ein Schauspiel, das nichts anderes bedeutete als öffentlich zur Schau gestellte Folter, getarnt als Reform. Für ihn war es ein Geschenk – ein Instrument, um Macht zu demonstrieren und den Pöbel bei Laune zu halten. Er lehnte sich zurück, die Finger ruhig gefaltet, doch innerlich vibrierte er vor leiser, kühler Vorfreude. Solche Spiele würden für ihn ein Fest sein. Nicht nur, weil er sich in den Reihen der Todesser gewiss nützlich machen konnte, sondern auch, weil sie ein Ventil boten. Ein Ort, an dem Gewalt nicht nur geduldet, sondern zelebriert wurde. Dort, wo andere schwitzten, bangten und verzweifelten, blühte er auf. Dennoch verzog sich sein Mundwinkel leicht, als er den Namen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Walburga Black</span> las. Er kannte sie, kannte ihren fanatischen Ehrgeiz – und wusste, dass sie sich dieses Amt wie eine Krone aufsetzen würde. Doch störte ihn das nicht. Im Gegenteil: Solange die Spiele das Gesicht der Gesellschaft prägten, solange man Menschen öffentlich brach, war es ihm gleich, wessen Hand sie leitete. Einen kurzen Moment lang huschte ein anderer Gedanke durch seinen Kopf – flüchtig, unangenehm. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Gefühle.</span> Das Wort schmeckte ihm bitter, seit er es nicht länger ignorieren konnte. Die Vorstellung, dass jemand, der ihm etwas bedeutete, in diesen Spielen landen könnte, brannte wie ein unsichtbarer Stachel. Doch so schnell, wie er kam, schob Evan den Gedanken beiseite, presste ihn tief in den Schatten seines Geistes. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Balance zwischen Strafe und Chance auf Läuterung,“</span> wiederholte er halblaut und lachte leise, kalt. In seinen Augen gab es keine Balance, nur Sieger und Gebrochene. Und er wusste genau, auf welcher Seite er stand.]]></content:encoded>
		</item>
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