Wir sind ein RPG, das im Jahr 1981 des
Potterversums spielt und sich nicht in allen
Dingen an das Canongeschehen hält. Eine
Registrierung ist nur für volljährige Personen
gestattet, da das Thema des Forums extrem düster
ist und wir uns aktiv mit gesellschaftlichen
Missständen beschäftigen.
Von den Mitspielenden wird erwartet, dass sie
Grausamkeit nicht verharmlosen oder romantisieren.
Wir wünschen uns komplexe Figuren und eine
Auseinandersetzung mit Macht, Trauma und
Widerstand.
Erster Eindruck Auf die meisten Menschen wird Leander eher verschlossen, distanziert und schweigsam wirken. Der junge Mann hält nur wenig Blickkontakt und wenn überhaupt mal, dann konzentriert er sich eher auf Augenbrauen oder Nasenwurzel. Direkter Blickkontakt ist ihm so unangenehm, dass er grundsätzlich dafür sorgt, dass das möglichst gar nicht erst ein Thema wird, indem er in einer größeren Runde steht und so problemlos immer wieder von Person zu Person sehen kann. Allgemein ist er von der ruhigen Sorgte und öfters mit einem Notizblock anzutreffen, als das man ihn im Gespräch mit anderen Menschen findet.
Im Grunde introvertiert wirkt Leander auf offiziellen Anlässen offen und souverän. Er hat den Auftritt der perfekten Gastgebers und des gut erzogenen Erstgeborenen dank jahrelangem Training so perfektioniert, dass seine sozialen Unsicherheiten kaum ins Gewicht fallen. Die kleinen Ausrutscher, die es geben könnte, fängt er ab, indem er sich wenn möglich an der Seite von Personen hält, die ihn sozial stützen können. In der Regel sind das entweder sein Vater oder auch seine jüngere Schwester. Beide Kontakte sind nicht nur sozial anerkannt, sondern es ist auch nicht fragwürdig, dass Leander mit ihnen gemeinsam auftritt. Entsprechend häufig sieht man ihn in entsprechenden Verbindungen. Nach außen hin erzeugt das zudem auch noch das Bild, dass die Gamps einen starken Zusammenhalt haben. Denn der Umgang wirkt grundsätzlich sicher und bewusst gewollt.
Dennoch sind diese Anlässe für den Mittzwanziger eher Folter, da sie ihn mental stark ermüden, aber es käme Leander nie in den Sinn, seine Familie zu enttäuschen oder das Bild nach außen zu schädigen.
Dabei nutzt Leander auch gerne das Bild, das man von einem verschroben Wissenschaftler hat, für sich. Die Leute schieben ihn ohnehin schon in eine Schublade, nachdem sie von seinem Beruf gehört haben und so kommt er mit kleinen sozialen Fehltritten durch, solange er sie nur kompetent genug verkauft.
Zu Fremden ist er zunächst distanziert und höflich, zeigt mildes aber nicht übermäßig starkes Interesse an den angesprochenen Themen und lässt sich maximal auf seichte Unterhaltungen ein.
Trifft man hingegen im Gespräch eines seiner Lieblingsthemen, findet man sich sehr schnell in einer angeregt begeisterten und vor allem aktiven Unterhaltung mit dem Unsäglichen wieder. Zumindest dann, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen.
Auch in seinem Auftreten im optischen Sinne zeigt sich der Perfektionismus des erstgeborenen Gamp. Schon zu Schulzeiten hatte er als Freizeitkleidung am liebsten einen Anzug oder Reitkleidung an. Sein Aussehen ist grundsätzlich makellos und es wird gemunkelt, dass er im Badezimmer des morgens länger brauchen würde als fünf Frauen zusammen. Alles Unsinn, würde Leander sagen. Er trägt seit Jahren den immergleichen Haarschnitt, immer dieselbe Art Anzug und teurer Stoff ändert nichts an der Kleidung an sich. Die Wirkung entsteht durch die Person, die die Kleidung trägt.
Optik hat allerdings auch Wirkung auf andere Menschen. Der hochgewachsene dunkelhaarige junge Mann trägt eine besondere Art der Präsenz vor sich her, dass die meisten Menschen fehlerhaft als Selbstbewusstsein deklarieren. Tatsächlich ist es allerdings eine Maske, die der Mittzwanziger trägt und niemals vor Fremden fallen lassen würde.
Auffällig ist vor allem, dass er Menschen aufgrund seines Auftretens zuweilen auch verunsichert. Die glatten Gesichtszüge und wenig Mimik sind etwas, das ihn durchaus für manche Personen fast schon arrogant wirken lassen. Leander selbst bemerkt von fehlender Mimik nichts. Wenn man ihm sagt, dass er doch mal mehr lächeln solle, ist er zumeist eher verwirrt. Denn für sein Gefühl ist sein Gesicht schon eine regelrechte Grimasse.
Zusammen mit seiner Kleidung und der immer etwas zu geraden Körperhaltung könnte man also davon ausgehen, es mit einem regelrechten Snob zu tun haben. Bis man dann in den Genuss kommt, ihn näher kennenzulernen – sofern er das überhaupt zulässt.
Im Allgemeinen hinterlässt Leander daher den Eindruck eines höflichen und kultivierten, zugleich jedoch schwer zugänglichen Menschen, dessen kontrollierte Art sein Gegenüber mitunter irritiert oder verunsichert, weil er sich nur schwer einschätzen lässt.
Innerhalb der Familie Familie ist das höchste Gut.
Das hat Leander schon als kleines Kind verinnerlicht und auch heute hält der junge Gamp an diesen erlernten Regeln fest. Die antrainierten Strukturen haben für den jungen Mann schon immer Sicherheit bedeutet, weil Leander auf feste Regeln und Routinen angewiesen ist, um durch den sozialen Dschungel zu kommen, der da Leben heißt. Sein Gehirn liebt diese Routinen und die klaren Strukturen so sehr, dass er mit gewöhnlicher elterlicher Liebe vermutlich völlig überfordert wäre, weil er gar nicht wüsste, wie er die verarbeiten sollte. Entsprechend stören ihn auch die leistungsorientierten Ansprüche seiner Eltern an ihn überhaupt nicht und er erfüllt sie mit Begeisterung.
Das seine Eltern sowohl ihn wie auch seine kleine Schwester im Grunde für die eigene Politik instrumentalisieren, ist ihm mittlerweile durchausbewusst. Es stört ihn allerdings nicht besonders. Immerhin ist er zumindest in dieser Sache mit seinem Vater einer Meinung: Man kann nur dann etwas verändern, wenn man mittendrin steckt. Und Leander könnte tiefer nicht in der Situation gefangen sein.
Leander empfindet die geforderten Leistungen nicht als Druck und tat das auch als Kind nicht. Nachgelassen hat dieser nämlich nie und Leander ist sich vollumfänglich bewusst, dass zumindest einige Entscheidung, die auch seine schulische Bildung betrafen, durch seinen Vater aus politischem Kalkül getroffen wurden. Mit freien Entscheidungen kann man in dieser Familie ohnehin nicht punkten oder gar rechnen. Denn nichts darf dem Zufall überlassen werden.
Dennoch beschreibt Leander auf Nachfrage das Verhältnis als liebevoll, warm und auf Augenhöhe.
Gegenüber seiner Familie ist er jederzeit und bedingungslos ehrlich – sofern er das kann. Insbesondere seine Aktivitäten mit Regulus hält er klar unter Verschluss, seinem Vater hat er nur gesagt, dass er es früh genug erfährt und ihm in dieser Sache vertrauen muss.
Aber er hat beispielsweise seine Homosexualität nicht vor seinen Eltern verheimlich. Stattdessen hat er aktiv das Gespräch mit seinen Eltern gesucht, sodass sie die perfekte Ehefrau für ihn finden können. Denn auch Leander sieht seine Pflichterfüllung als Erstgeborener als oberste Priorität an.
Mit den Jahren hat sich zwischen ihm und seinem Vater eine besondere Dynamik entwickelt.
Dort, wo dieser in der Vergangenheit seine Entscheidungen einfach gefällt hat, hat sich Leander ein Mitspracherecht erkämpft. Er bekommt allerdings nicht einfach recht, er muss seine Pläne auch verteidigen können und sein Vater ist dabei sein härtester Gegner. So kann man die beiden Gamp Männer im Zweifel auch spät nachts noch in leisen, aber energischen Diskussionen finden, in denen im Wechsel gesprochen und sich keineswegs unterbrochen wird. Diese Gespräche verlaufen nach festen Regeln, die keiner der beiden bricht. Wer am Ende die besseren Argumente und die bessere Weitsicht hat, gewinnt.
Sehr bereitwillig übernimmt Leander übrigens auch Verantwortung für seine kleine Schwester.
Zu Thalia pflegt Leander engen Kontakt und auch, wenn er den Leistungsdruck seiner Familie mit auf sie überträgt, indem er ihr Nachhilfe gibt oder ihre Leistungen überwacht, würde er ihr gleichzeitig auch die Sterne vom Himmel holen. Seine kleine Schwester würde Leander schlichtweg mit nichts weniger als seinem eigenen Leben schützen.
Im Freundeskreis Jemand, der funktioniert wie Leander, hat in der Regel keinen großen Freundeskreis. Man könnte natürlich meinen, dass Leanders Erziehung und sein starkes Pflichtgefühl, dass an einen klaren moralischen Kodex gebunden ist, dafür sorgen, dass es ihm auch leicht fällt, einen Freundeskreis zu pflegen und auch zu erhalten.
Tatsächlich ist ihm das aber viel zu anstrengend und Leanders Fokus auf seine Interessen, seinen Beruf sowie der familiär gewünschte intensive Kontakt zu Regulus lassen ihm ohnehin keine Zeit, sich um etwas anderes zu kümmern. Kontakte außerhalb der bisherigen Lebensbereiche sind für ihn schlichtweg undenkbar haltbar. Sie sind, wenn überhaupt vorhanden, nur grob und zumeist von ausgesprochen viel Unwohlsein begleitet. Ohne seine jüngere Schwester, die ihn regelmäßig quasi zwangssozialisiert wäre er vermutlich längst mit seiner Arbeit verwachsen.
Erschwerend kommt hinzu, dass Leander die meisten sozialen Interaktionen oberflächlich zwar faken kann, diese aber in engerem und vor allem anhaltenden Kontakt nicht aufrecht erhalten kann. Mit Smalltalk kann er genausowenig anfangen wie mit alltäglichen Freundschaftserhaltenden Interaktionen, die er aus seiner Perspektive heraus betrachtet, schlichtweg als sinnlos empfindet.
Eine Ausnahme bildet davon ganz eindeutig Regulus, der auch schweigend neben Leander herarbeiten kann, ohne jede Stille mit Worten füllen zu müssen. Noch dazu empfindet Leander ihn als absolut nicht anstrengend.
Grundsätzlich ist Leander zudem dazu in der Lage diese gravierenden Einschnitte in seine sozialen Fähigkeiten so effektiv zu maskieren, dass die meisten Menschen es gar nicht so richtig wahrnehmen, wie genau er sich eigentlich fühlt. Er zeigt es nämlich nicht, solange er sich nicht absolut sicher fühlt.
Das permanente Masking hat für ihn allerdings massive Folgen. In Ruhe verspürt er häufig eine starke mentale Erschöpfung, doch anstatt sich dann auch Ruhe zu gönnen, ignoriert er diese. Immerhin kann er sich diese Schwäche nicht leisten.
Leander agiert zu beinahe jedem Zeitpunkt kontrolliert und orientiert sich an festen Richtwerten. Sein moralischer Kompass ist zwar stark durch seine Erziehung geprägt, die dahinterstehenden Werte hat er jedoch längst zu seinen eigenen gemacht. Schwierigkeiten entstehen für ihn deshalb nicht bereits dann, wenn jemand seine Ansichten infrage stellt, sondern vor allem dort, wo zwei gleichermaßen verbindliche Pflichten miteinander kollidieren. Wenn familiäre Loyalität, persönliche Integrität und das moralisch Richtige plötzlich unterschiedliche Entscheidungen von ihm verlangen, fehlt seinem gewohnten Ordnungssystem eine eindeutige Antwort. Solche Widersprüche lassen sich für Leander nur schwer aushalten, weil er nicht einfach nach Gefühl entscheiden kann, welche Regel in diesem Moment schwerer wiegt.
Kommt dazu auch noch die mentale Ermüdung, kann es schnell passieren, dass seine Gedanken abzuschweifen scheinen, weil sein Gehirn ihn vor der starken Reizüberflutung zu schützen versucht. Stört man ihn in solchen Momenten, reagiert er zumeist mit massivem Rückzug oder gar Flucht. In ganz seltenen Fällen kann es durchaus auch zu einer verbalen Gegenreaktion kommen, auch wenn das eher selten der Fall ist.
Häufig sind gerade Thalias Erklärungen über soziale Situationen oder Schieflagen für Leander ein guter Richtwert und auch sein Vater wie auch seine Mutter sind gute Ansprechpartner für solche Situationen.
Mit Regulus hat er über die ein oder andere Situation auch schon gesprochen, aber so wirklich zielführend waren solche Gespräche meist nicht. Dafür haben sie den Gamp aufgefangen und dafür gesorgt, dass die mentale Überforderung ein wenig nachgelassen hat. Damit wird Regulus, ohne dass Leander das überhaupt klar ist, zu einem starken Ruhepol und einem gelebten Sicherheitsnetz.
Belastungsgrenze Leanders Loyalität ist ausgesprochen belastbar, aber auch sie kennt Grenzen. Dabei wäre es zu einfach, davon auszugehen, dass er seine Familie grundsätzlich über die Ziele der Seelenfänger stellen würde. Die Gamps haben ihm schließlich nicht beigebracht, jedes einzelne Familienmitglied um jeden Preis vor Schaden zu bewahren.
Familie bedeutet für Leander Verantwortung und diese Verantwortung kann durchaus verlangen, dass persönliche Wünsche, Sicherheit oder sogar einzelne Menschen hinter einem gemeinsamen Ziel zurückstehen müssen. Immerhin ist er mit der Überzeugung aufgewachsen, dass Einfluss nur dann einen Wert hat, wenn man ihn nutzt, um tatsächlich etwas zu verändern. Seine Arbeit für die Seelenfänger steht damit nicht im Widerspruch zu seiner Erziehung, sondern ist im Grunde eine radikale Fortsetzung davon. Leander ist bereit, seinen Ruf, seine Freiheit und seine Zukunft zu opfern.
Er nimmt in Kauf, das Vertrauen seiner Eltern zu beschädigen und seiner Familie politische wie gesellschaftliche Konsequenzen zuzumuten, wenn das notwendig ist, um den Dunklen Lord wieder sterblich zu machen. Selbst den Tod eines Angehörigen könnte er als notwendigen Preis hinnehmen, sofern dieses Opfer tatsächlich unvermeidbar ist, einen erkennbaren Zweck erfüllt und nicht nur gegen die vage Hoffnung eingetauscht wird, dass die Gegenseite ihr Wort hält.
Mit einer allgemeinen Drohung gegen seine Familie ließe Leander sich deshalb kaum brechen. Er würde nach Widersprüchen suchen, Wahrscheinlichkeiten abwägen, Zeit gewinnen und jede Möglichkeit prüfen, die gestellte Entscheidung zu umgehen. Gerade einem Versprechen des Regimes, einen Angehörigen im Austausch gegen Informationen zu verschonen, würde er nicht ohne Weiteres glauben. Ein Verrat wäre für ihn vollkommen sinnlos, wenn er weder die Sicherheit der bedrohten Person garantieren noch den Schaden für die Seelenfänger begrenzen könnte.
Verwundbar wird Leander erst dann, wenn die Entscheidung konkret, unmittelbar und eindeutig überprüfbar ist. Wenn ein Mensch, für den er sich persönlich verantwortlich fühlt, mit Sicherheit sterben wird, er diesen Tod durch die Preisgabe eines begrenzten Geheimnisses ebenso sicher verhindern könnte und die Mission dadurch nicht vollständig scheitert, könnte Leander tatsächlich Verrat begehen.
Bei Thalia wäre diese Grenze wohl am schnellsten erreicht, möglicherweise irgendwann auch bei Regulus. Nicht, weil ihm der Sturz der Diktatur plötzlich weniger wichtig wäre, sondern weil er einen vermeidbaren Tod, den er selbst bewusst zugelassen hat, womöglich schwerer tragen könnte als den Bruch eines Versprechens. Dieser Fall gilt aber als absolut unwahrscheinlich, da Leander nicht davon ausgeht, das man ihn oder seine Familie im Zweifel schonen würde.
Eine solche Entscheidung wäre für Leander allerdings keine Erleichterung. Er würde seinen Verrat weder beschönigen noch sich darauf berufen, keine andere Wahl gehabt zu haben. Aus seiner Sicht hätte er sehr wohl gewählt und damit eine Pflicht erfüllt, während er eine andere verletzt hat.
Nach außen würde er vermutlich weiterhin kontrolliert handeln, Verantwortung übernehmen und die Konsequenzen ohne große Gegenwehr akzeptieren. Innerlich würde dabei jedoch etwas wesentlich Grundsätzlicheres zerbrechen, weil sein bisher so verlässliches Ordnungssystem ihm keine Entscheidung ermöglicht hätte, die vollständig richtig war.
Seine eigentliche Belastungsgrenze liegt deshalb nicht bei Schmerzen, Gefangenschaft oder einer abstrakten Gefährdung seiner Familie. Sie liegt dort, wo Leander persönlich entscheiden muss, welcher geliebte Mensch oder welches moralische Ziel geopfert wird, und keine noch so sorgfältige Abwägung verhindern kann, dass er anschließend mit der Schuld an seiner eigenen Entscheidung weiterleben muss.
Magisches Potenzial Leanders magisches Potenzial bewegt sich im gewöhnlichen Bereich. Hinter seinen Zaubern steckt weder auffallend wenig noch außergewöhnlich viel Kraft, wodurch er schon während seiner Schulzeit den Vorteil hatte, sich bei der Dosierung weitgehend an den Vorgaben seiner Lehrbücher orientieren zu können. Neue Zauber gelangen ihm allerdings nie von selbst, bereiteten ihm aber auch keine ungewöhnliche Schwierigkeiten. Seine guten schulischen Leistungen verdankt Leander entsprechend nicht einer angeborenen Fähigkeit. Routine und Planungsfähigkeit sind beim Lernen essentiell und aufgrund seiner schnellen Auffassungsgabe, hat er eine natürliche Begabung dazu, Dinge schnell zu begreifen, zu analysieren und Dinge so oft zu wiederholen, bis er sie verstanden und möglichst perfektioniert hat.
Gerade für seine spätere Arbeit erwies sich dieses gewöhnliche Potenzial als durchaus hilfreich. Bei der Untersuchung magischer oder verfluchter Objekte kommt es schließlich nur selten darauf an, mit möglichst viel Kraft auf etwas einzuwirken. Viel wichtiger ist es, die eigene Magie präzise zu dosieren und auch kleinste Veränderungen in der Wirkung wahrzunehmen, da ein zu starker Impuls ebenso gefährlich werden kann wie ein zu schwacher. Leander verlässt sich entsprechend lieber auf eine kontrollierte und saubere Ausführung als auf rohe magische Kraft. Hat er ausreichend Zeit, sich auf einen Zauber und dessen gewünschte Wirkung vorzubereiten, kann er seine Magie ausgesprochen genau an die jeweilige Situation anpassen.
Problematischer wird es erst dann, wenn Leander unter starker mentaler Belastung steht. Sein magisches Potenzial verändert sich dadurch zwar nicht, allerdings kann seine Konzentration unter Reizüberflutung deutlich nachlassen. In solchen Situationen verliert er nicht plötzlich die Kontrolle über seine Zauber, sondern benötigt länger, um sie sicher auszuführen, oder bricht sie im Zweifel vollständig ab. Gerade bei seiner Arbeit ist das für ihn keine Schwäche, sondern eine notwendige Vorsichtsmaßnahme. Leander würde lieber einen Versuch unterbrechen und später wiederholen, als durch übereiltes Handeln ein Objekt, seine Umgebung oder die anwesenden Personen unnötig zu gefährden.
Verlorene Dinge Leander hat in den vergangenen Jahren keinen Menschen verloren, dessen Tod sein Leben deutlich in ein Davor und ein Danach geteilt hätte. Seine Verluste sind wesentlich dezenter und vermutlich für die meisten Menschen kaum als solche zu erkennen.
Als jemand, der sich auf Regeln, feste Strukturen und nachvollziehbare Abläufe verlässt, hat er vor allem die Gewissheit verloren, dass eine bestehende Ordnung auch automatisch eine verlässliche sein muss. Das gegenwärtige Regime hat ihm schließlich deutlich genug gezeigt, dass Gesetze nicht zwangsläufig schützen, Hierarchien keineswegs immer von Kompetenz getragen werden und Institutionen sich durchaus gegen genau jene Menschen richten können, für die sie eigentlich geschaffen wurden.
Für Leander ist das nicht einfach nur eine politische Enttäuschung. Es nimmt ihm einen Teil des Systems, an dem er seine eigenen Entscheidungen bisher ausrichten konnte, und zwingt ihn dazu, immer wieder selbst zu entscheiden, welchen Regeln er noch folgen kann und welche ihren ursprünglichen Wert längst verloren haben.
Verloren hat er außerdem die Selbstverständlichkeit, seiner Familie gegenüber vollständig offen sein zu können. Leander lügt seine Eltern nicht an und zweifelt auch nicht grundsätzlich an ihrer Loyalität, dennoch zwingt ihn seine Arbeit mit den Seelenfängern dazu, Wissen zurückzuhalten und ausgerechnet von jenen Menschen Vertrauen zu verlangen, denen er seine Entscheidungen normalerweise erklären und gegenüber auch verteidigen würde.
Besonders das Verhältnis zu seinem Vater hat dadurch eine Grenze erhalten, die es vorher schlichtweg nicht gab. Leander kann mit ihm über beinahe jedes Vorhaben diskutieren, solange er bereit ist, seine Gedanken offenzulegen und seine Argumente gegen die seines Vaters zu behaupten. Bei der vermutlich wichtigsten Aufgabe seines Lebens ist ihm genau das allerdings nicht möglich. Seine Familie hat er dadurch nicht verloren, wohl aber die Sicherheit, innerhalb dieser Familie jederzeit vollständig bekannt sein zu können. Dass er diese Distanz selbst geschaffen hat und sie dennoch für notwendig hält, macht sie für ihn kaum leichter auszuhalten.
Am schwersten wiegt vermutlich der Verlust einer planbaren Zukunft. Lange Zeit konnte Leander davon ausgehen, dass sein Leben trotz aller Erwartungen einer klaren Richtung folgen würde: eine angesehene Laufbahn, eine geeignete Ehe, die Übernahme weiterer Verantwortung und irgendwann eben ein fester Platz innerhalb der Familie.
Die Seelenfänger haben diese Ordnung nicht vollständig aufgehoben, aber doch unter einen Vorbehalt gestellt, den Leander nicht mehr ignorieren kann.
Er weiß, dass seine Arbeit ihn seinen Beruf, seinen Ruf, seine Freiheit oder auch sein Leben kosten könnte und dass selbst ein Erfolg vermutlich nicht ohne Konsequenzen bleiben wird. Gegenwärtig bereut er seine Entscheidung allerdings nicht.
Verloren hat er allerdings den Luxus, sich selbst nur als Wissenschaftler, Sohn und zukünftigen Erben betrachten zu können. Aus dem Beobachter ist längst ein Beteiligter geworden und mit jedem weiteren Schritt wird ihm ein wenig deutlicher, dass er vielleicht nicht mehr selbst bestimmen kann, welche Teile seines bisherigen Lebens am Ende überhaupt noch auf ihn warten.
Bezug zur Umwelt Als Reinblut ist Leander sich der gesellschaftlichen Bedeutung seiner Abstammung durchaus bewusst, einen besonderen persönlichen Wert misst er ihr allerdings nicht bei. Die Reinblutideologie ergibt für ihn schon deshalb wenig Sinn, weil Herkunft nichts darüber aussagt, wie begabt, verlässlich oder fachlich geeignet ein Mensch ist. Immerhin wäre er ohne die antrainierten Mechanismen auch absolut nicht tragbar für die Gesellschaft, findet er.
Magie bleibt für ihn also Magie, vollkommen unabhängig davon, ob sie seit Generationen in einer Familie weitergegeben wurde oder erstmals bei einem muggelstämmigen Kind auftritt. Entsprechend beurteilt Leander auch Squibs weitgehend sachlich.
Aus wissenschaftlicher Perspektive mag ihre Existenz durchaus interessant sein, für seinen eigenen Fachbereich besitzt sie jedoch keine besondere Relevanz. Eine Schande für die Familie sieht er darin ebenso wenig. Muggel selbst beschäftigen ihn hingegen kaum. Er hegt ihnen gegenüber keine grundsätzliche Abneigung, ihre Lebensweise liegt allerdings so weit außerhalb seiner Interessen, dass er nur selten einen Grund sieht, sich näher damit auseinanderzusetzen.
Das gegenwärtige Regime lehnt Leander nicht allein wegen seiner Grausamkeit ab. Für ihn ist bereits die Grundlage des Systems fehlerhaft, weil es Abstammung über Kompetenz stellt, Angst als politisches Werkzeug nutzt und Entscheidungen vom Willen eines einzelnen Mannes abhängig macht. Eine Ordnung, in der Loyalität wichtiger ist als Fachwissen und Widerspruch grundsätzlich als Bedrohung verstanden wird, kann aus seiner Sicht langfristig weder stabil noch sinnvoll funktionieren.
Seine Arbeit für die Seelenfänger ist deshalb keine spontane Rebellion und ebenso wenig der Versuch, sich selbst als Helden zu beweisen. Leander betrachtet sie als notwendige Aufgabe und sieht diesen Bereich seines Lebens wie eine Vorsehung. Warum sonst hätten seine Eltern in so nah an die Blacks heranbringen sollen?
Denn solange der Dunkle Lord nicht sterblich ist, kann keine Form des Widerstands dauerhaft erfolgreich sein, und wenn Leander durch sein Wissen einen Beitrag dazu leisten kann, sieht er keinen vernünftigen Grund, diese Verantwortung von sich zu weisen.
Auch bei anderen Gruppen versucht Leander, sich nicht von einem einzigen Merkmal zu einer abschließenden Einschätzung verleiten zu lassen.
Werwölfe empfindet er durchaus als beängstigend, immerhin handelt es sich um Menschen, die regelmäßig die Kontrolle über sich verlieren und dabei eine reale Gefahr darstellen können. Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass die meisten von ihnen nicht freiwillig in dieser Lage sind und häufig bereits durch ihr Leben genug gezeichnet wurden.
Für Leander verdient deshalb jeder zunächst eine faire Chance, solange das eigene Verhalten keinen Grund für eine andere Bewertung liefert.
Hauselfen betrachtet er wiederum als wichtigen Bestandteil der magischen Gesellschaft. Das bestehende System ihrer Bindung stellt er nicht grundsätzlich infrage, wohl aber die Art, wie manche Zauberer mit ihnen umgehen. Leander behandelt sie entsprechend seines moralischen Kodex anständig, respektiert ihre Arbeit und erwartet von anderen nichts weniger.
Die Sonne warf ihr warmes goldenes Licht durch die hohen Fenster des Esszimmers und malte sanfte Zeichen auf einem jungen und ein alten Gesicht. Beide Männer hatten die Blicke auf dieselbe Version einer Zeitung gerichtet, die Mimik ausdruckslos, die Lippen in ähnlicher Art zusammengepresst. Der Jüngere war es, der den ersten Ton von sich gab. Ein tiefes Einatmen, dass seinen Brustkorb hob, während die Kiefermuskulatur sich anspannte.
Dann beugte er sich nochmal vor, las den Artikel erneut und fand doch keine anderen Informationen vor. Weder hatten sich die Bilder verändert, noch hatten die Buchstaben sich plötzlich umgestellt und einen völlig anderen Text ergeben. Die Informationen waren die Gleichen.
Er hob die Hand und fuhr sich damit übers glatt rasierte Kinn, ehe er ungläubig den Kopf schüttelte. Andere mochten in so einem Moment Angst um ihre Familien haben, verständlicherweise. Aber in Leanders Kopf gab es nur einen sehr Initialen Gedanken. Er musste nach Regulus sehen.
Er suchte den Blick seines Vaters, bekam diesen aber nicht. Aber er kannte diesen Gesichtsausdruck und wusste, was als nächstes passieren würde. Mit einem Mal sah Leander all seine Zukunftsträume nur noch in weiter Ferne. Bevor der Andere also überhaupt sprechen konnte, war Leander bereits aufgestanden und griff nach seinem Jackett.
„Ich muss zu Regulus“, erklärte er. „Ich will sehen, ob es ihm gut geht.“
Er erwiderte den fragenden Blick seines Vaters ohne weitere Nachfragen mit einem leichten Lächeln. Es gab auch keine Zeit dafür, denn Leander war bereits zur Tür hinaus, bevor man ihn hätte aufhalten können und hatte den Kamin im Arbeitszimmer seines Vaters angesteuert.
Er musste nach ihm sehen.
Sich überzeugen, dass es ihm gut ging.
Ihn da rausholen? Nein. Das würde kaum funktionieren. Das würde bedeuten, dass er auch seine Familie verriet.
Völlig undenkbar.
… Leanders Irrwicht ihn selbst zeigt, nachdem er selbst eine falsche Entscheidung getroffen hat?
… er seinen Irrwicht mit Riddikulus besiegen kann, dabei aber deutlich mehr Schwierigkeiten hat als gewöhnlich, weil ihm die Eventualität einer solchen Realität Angst macht?
… Leander Legilimentik beherrscht, sie aber aufgrund seines moralischen Kodex nur sehr zurückhaltend einsetzt?
… Leander derzeit nicht gesucht wird und dank Name, Beruf und gesellschaftlicher Stellung weitgehend unbehelligt lebt?
… er unter dem Regime vor allem überlebt, indem er funktioniert, seine Ansichten für sich behält und keine unnötigen Risiken eingeht?
… Leander nur schwer emotional beeinflussbar ist, auf gute Argumente und nachvollziehbare Logik allerdings durchaus reagiert?
… sein Vater vor allem politisch, Thalia vor allem sozial und Regulus zunehmend emotional Einfluss auf ihn haben?
… Leander echtes Interesse an der Physik und Astronomie der Muggel zeigt?
…Leander Arithmantik nur gewählt hat, weil sein Vater das wollte?
… Papa Gamp der Patenonkel von Regulus ist?
… Leander Regulus deshalb quasi seit seiner Geburt kennt?
… Leander mittlerweile weiß, dass eine politisch orientierte Hochzeit zwischen Thalia und Sirius geplant war?
… er damit absolut nicht happy ist, weil er seiner Schwester eigentlich zumindest diese Entscheidungsfreiheit wünscht?
… er das nicht in Frage stellt, weil das gegen die Werte der Familie verstoßen würde?
… er Thalia ohne zu zögern in die entsprechende Richtung dirigieren würde?
… Leander sonst alle schulischen Entscheidungen ihn selbst betreffend selbst entscheiden durfte?
… er in Ravenclaw eingeteilt wurde?
… er für sein Haus im Quidditchteam als Jäger gespielt hat?
… er Vertrauensschüler war?
… er Schulsprecher war?
… er aufgrund seiner Position als Schulsprecher mit Quidditch aufgehört hat, um seine Position als Schulsprecher auch ausfüllen zu können?
… jeder dachte, er geht mal in die Politik?
… er schon in der zweiten Klasse sicher wusste, dass er mal Unsäglicher werden wollte?
… er deshalb in einer Mappe Erfindungen, selbstgeschriebene kleine Zauber und Abhandlungen über die Schuljahre hinweg gesammelt hat?
… er sich mit dieser Ansammlung an Dingen initiativ in der Abteilung beworben hat?
… er dort auch angenommen wurde?
… Leander am liebsten Reitkleidung oder Anzüge getragen hat als Teenager?
… er sich mittlerweile auch hier und da ein wenig lockerer kleidet?
… er es nicht mag, wenn man ihm durchs Haar wuschelt?
… er furchtbar eitel ist?
… er morgens gut eine Stunde im Bad braucht, bis er mit allem zufrieden ist?
… diverse Mitschüler (darunter auch James und Sirius) ihn seltsam fanden?
… Leander keinerlei Vorurteile gegenüber anderen Menschen hat?
… Leander sich bewusst ist, dass er eine Vorbildfunktion für Regulus hat und bestrebt ist, diese auch auszufüllen
… es ihm mit der Freundschaft zu Regulus ernst ist?
… er in diesem Sinne auch seine eigene Familie aktiv belügt?
… er von den Horkruxen weiß?
… Leander keine Ahnung hat, dass sein Ausbilder zu den Todessern gehört?
… er zwar keine wichtigen Informationen mit dem Mann teilt, ihm aber dennoch nach Jahren der engen Arbeit vertraut?
… Leander plant, Regulus Unterricht in Okklumentik zu geben?
… er sich vor kurzem ein eigenes Haus in Hogsmeade gekauft hat?
… er Thalia erlaubt, an den Hogsmeade Wochenende bei der Renovierung zu helfen?
… Leander ein Hyperfokus Problem hat?
… er sozial trainiert wurde, damit er nicht verhaltensauffällig ist? Zumindest nicht zu sehr.
… Thalia für ihn oft eine soziale Stütze ist, ohne das sich Leander dieses Umstandes wirklich bewusst ist
… er Smalltalk nicht erträgt und ihm das nahezu physisch Schmerzen bereitet?
Ability is what you're capable of doing
Leander Gamp ist ein höflicher, kontrollierter und ausgesprochen schwer einzuschätzender Mittzwanziger, der als Unsäglicher in der Mysteriumsabteilung arbeitet. Hinter dem beinahe makellosen Auftreten des reinblütigen Erben verbirgt sich ein eher verschlossener Wissenschaftler, der mit Smalltalk wenig anfangen kann, für seine Fachgebiete dafür umso leichter zu begeistern ist und sich wesentlich wohler mit klaren Regeln als mit den Feinheiten zwischenmenschlicher Kommunikation fühlt.
Schutz- und Bannzauber8/10
Fingerfertigkeit7/10
Beherrschung nichtverbaler Zauber7/10
Pflanzenkunde (giftig/essbar)7/10
Runenkunde7/10
Tarn- und Unsichtbarkeitstechniken5/10
Duellkunst4/10
Magisches Tierwissen4/10
Flugkunst4/10
Erste Hilfe3/10
Reaktionsschnelligkeit3/10
Fluchbrechung3/10
Magisches Heilen3/10
Körperkraft3/10
Schutz- und Bannzauber
Wer mit magischen oder verfluchten Gegenständen arbeitet, muss in erster Linie dafür sorgen, dass die darin gebundene Magie nicht einfach auf die nähere Umgebung übergreift. Schutz- und Bannzauber gehörten deshalb bereits während Leanders Ausbildung zu den Bereichen, mit denen er sich besonders intensiv beschäftigen musste.
Immerhin kann bei einem unbekannten Objekt schon ein unbedachter Zugriff ausreichen, um einen Fluch auszulösen oder eine Wirkung freizusetzen, die sich im Anschluss nur schwer wieder eindämmen lässt.
Mittlerweile kann Leander nicht nur vorgegebene Schutzmaßnahmen ausgesprochen sauber errichten, sondern bestehende Bannungen auch untersuchen, miteinander verbinden und an die Eigenschaften eines bestimmten Objektes anpassen.
Dabei profitiert er weniger von besonders kraftvoller Magie als von seiner Geduld und der Bereitschaft, selbst kleinste Ungenauigkeiten nicht einfach hinzunehmen. Gerade weil er gewöhnlich nicht weiß, womit er es zu tun hat, verlässt er sich lieber auf eine zusätzliche Sicherung als auf die Hoffnung, dass schon nichts passieren wird.
Runenkunde
Obwohl Leander Alte Runen während seiner Schulzeit nicht als Wahlfach belegt hatte, wurde die Runenkunde während seiner Ausbildung ziemlich schnell zu einem festen Bestandteil seiner Arbeit. Gerade ältere magische Gegenstände tragen ihre Funktionsweise schließlich nur selten offen zur Schau und Runen können gleichermaßen als Anleitung, Warnung, Schutzvorrichtung oder Bestandteil eines Fluches dienen.
Entsprechend blieb ihm kaum etwas anderes übrig, als sich das fehlende Wissen nachträglich anzueignen. Das dafür allerdings mit extremer Begeisterung. Über die Jahre hat Leander gelernt, verbreitete Runensysteme sicher zu erkennen, zu übersetzen und vor allem in ihrem magischen Zusammenhang zu betrachten. Seinem Hyperfokus auf spannende Themen sei Dank ging das, seiner Ansicht nach zu langsam, relativ schnell.
Dabei interessiert ihn weniger die bloße Bedeutung eines einzelnen Zeichens als die Frage, welche Funktion es innerhalb des gesamten Objektes erfüllt und wie es auf Veränderungen reagiert. Bei bisher unbekannten, beschädigten oder bewusst verfälschten Systemen ist allerdings auch er auf längere Forschung und geeignetes Vergleichsmaterial angewiesen. Raten würde Leander in einem solchen Fall nämlich ganz sicher nicht.
Fingerfertigkeit
Leander besitzt ausgesprochen ruhige Hände und kann sich auch über einen längeren Zeitraum hinweg auf kleine, sehr genaue Arbeitsschritte konzentrieren.
Das kommt ihm besonders bei empfindlichen magischen Gegenständen zugute, bei denen bereits eine unbedachte Bewegung ausreichen könnte, um einen Mechanismus auszulösen, eine Sicherung zu beschädigen oder wichtige Spuren zu vernichten. Werkzeuge, einzelne Bestandteile und komplizierte Versuchsanordnungen handhabt er entsprechend vorsichtig und mit einer Genauigkeit, die auf Außenstehende manchmal beinahe übertrieben wirken kann.
Seine Fingerfertigkeit ist allerdings kein angeborenes Talent sondern das Ergebnis jahrelanger Übung. Leander wiederholt einzelne Handgriffe so lange, bis sie auch unter leichter Anspannung noch genau so funktionieren, wie er es von ihnen erwartet. Gerade innerhalb der Mysteriumsabteilung hat sich diese Gewohnheit durchaus bewährt, denn dort kann ein kleiner Fehler nun einmal wesentlich größere Konsequenzen haben als ein beschädigtes Versuchsobjekt.
Beherrschung nichtverbaler Zauber
Nichtverbale Magie gehörte zunächst schlichtweg zu den Fähigkeiten, von denen Leander beschlossen hatte, dass er sie beherrschen musste.
Während seiner Ausbildung zeigte sich allerdings ziemlich schnell, wie hilfreich sie bei der Untersuchung empfindlicher Objekte tatsächlich sein konnte. Sie erlaubt ihm, mehrere Arbeitsschritte miteinander zu verbinden, ohne seine Konzentration durch gesprochene Formeln zu unterbrechen, und gibt ihm die Möglichkeit, auf unerwartete Veränderungen zu reagieren, ohne dabei erst einen Zauber laut aussprechen zu müssen.
Bekannte und regelmäßig verwendete Zauber gelingen ihm mittlerweile ausgesprochen sicher. Gerade Schutzzauber, einfache Analysezauber und jene Magie, die er während seiner täglichen Arbeit immer wieder benötigt, kann Leander beinahe selbstverständlich nonverbal wirken.
Bei völlig neuen, besonders komplexen oder bewusst veränderten Zaubern greift allerdings auch er zunächst auf die gesprochene Formel zurück. Solange er Wirkung und Ausführung nicht vollständig verstanden hat, sieht er schlichtweg keinen vernünftigen Grund, eine zusätzliche Fehlerquelle einzubauen.
Tarn- und Unsichtbarkeitstechniken
Diese gehören auch innerhalb der Mysteriumsabteilung keineswegs nur zur Arbeit von Menschen, die sich heimlich durch fremde Gebäude bewegen wollen. Viel häufiger geht es darum, empfindliche Forschungsbereiche vor neugierigen Blicken zu schützen, die Anwesenheit gefährlicher Gegenstände zu verbergen oder zu verhindern, dass Unbefugte überhaupt bemerken, wonach sie suchen müssten. Ebenfalls wichtig ist natürlich auch das Erkennen solcher Zauber für die Arbeit in der Mysteriumsabteilung.
Entsprechend hat Leander bereits während seiner Ausbildung gelernt, Räume, Arbeitsflächen und einzelne Objekte mit geeigneten Zaubern abzuschirmen oder unauffällig in ihre Umgebung einzufügen.
Dabei liegen ihm sorgfältig vorbereitete Tarnungen wesentlich mehr als spontane Täuschungsmanöver. Hat Leander ausreichend Zeit, kann er eine Verbergung durchaus zuverlässig aufbauen und verschiedene Zauber so miteinander verbinden, dass sie nicht bereits bei der ersten genaueren Untersuchung auffallen.
Wird er hingegen überrascht oder muss eine Tarnung innerhalb weniger Augenblicke improvisieren, stößt er deutlich schneller an seine Grenzen. Er ist schließlich Unsäglicher und kein ausgebildeter Spion, auch wenn sich die Grenze zwischen beidem bei manchen Aufträgen vermutlich weniger deutlich ziehen lässt, als ihm lieb wäre.
Our family defines us
Gamps studieren die Welt, das zieht sich wie ein roter Faden durch die Ahnenreihe der reinblütigen Familie. Als alte Händlerfamilie gab es einige weltbereisende Kaufleute, auch wenn man sich heutzutage doch sehr stark auf den stationären Handel konzentriert. Ein Antiquariat und ein Buchgeschäft gehören ebenso dazu wie vereinzelte Historiker, die wiederum gern vom Handelszweig der Familie konsultiert werden.
Fachexpertise wird in den Reihen der Gamps groß geschrieben, Reinblutideologie dafür allerdings nicht (mehr). Letzteres hängt man derzeit aber nicht an die große Glocke, vermittelt es aber durchaus seinen Kindern. Der Stern am Reinbluthimmel beginnt zu bröckeln, doch noch ist man ein gern gesehener Gast auf Gesellschaften und es gibt sogar durch eine Patenschaft bei den Blacks eine direkte Verbindung zur angeblich schwarzmagischsten Familie Großbritanniens.
Life is a long lesson in humility
22. Februar 1956 Geburt
12. April 1961 Das erste Mal Magie
11. September 1964 Thalia wird geboren
01. September 1967 Einschulung in Hogwarts | wird dem Haus Ravenclaw zugeordnet
1972 ZAG’s mit Ohnegleichen und Erwartungen übertroffen | Pflichtwahlfächer sind Arithmantik und Pflege magischer Geschöpfe
1974 Initiativbewerbung bei den Unsäglichen noch vor seinem Abschluss | UTZ mit folgenden Noten
Zauberkunst Ohnegleichen
Zaubertränke Ohnegleichen
Verwandlung Erwartungen übertroffen
Verteidigung Ohnegleichen
Geschichte Ohnegleichen
Kräuterkunde Erwartungen übertroffen
Arithmantik Ohnegleichen
Pflege magischer Geschöpfe Ohnegleichen
01.08.1974 Ausbildung zum Unsäglichen
25. Juni 1979 Ausbildungsabschluss | Leander ist nun Unsäglicher
1979 Leander wird einem Fachbereich zugeordnet und kann sich zwischen Zeitforschung der Forschung an magischen/verfluchten Objekten sowie der Entwicklung entscheiden. Er entscheidet sich für die zweite Option.