things we lost in the fire
Fabian Prewett - Druckversion

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Fabian Prewett - Fabian Prewett - 23.07.2026

Der Dienst war lange gewesen, bereits eine Stunde über der Zeit verließ der jüngste Prewett das St. Mungos und rief seiner Kollegin noch einen schönen Feierabend hinter her als er in den grauen Nebelverhangenen Londoner Morgen hinaus trat. Kurz blickte er mießmutig in den Himmel und klappte den Kragen seines Mantels gegen den Wind und den Regen hoch. Mit hochgezogenen Schultern schritt er schnellen Schrittes durch die beinahe verlassenen Gassen Londons und hielt bei einem kleinem Jungen an, der mit verdrecktem Klamotten den Tagespropheten hoch hielt. Schnell legte er das Geld in die kleine Hand und sah den mageren Jungen in die Augen als er noch eine Münze nach schob. "Hier. Hol dir einen Eintopf davon, du holst dir noch den Tod..", meinte er sanft zu dem Jungen und rollte die Zeitung zusammen um sie sich unter den Arm zu klemmen und um die nächste Ecke in einer noch dunkleren Gasse zu verschwinden und zu seiner Hütte zu Apparieren. Dort angekommen wurde er von einem ziemlich angefressenen Mauzen seines Knieselkaters begrüßt der ihm Demonstrativ in die Küche folgte und sich anklagend vor ihn setzte. "Ja, Ja schon gut, ich weiß ich bin zu spät, ich mach dir ja schon Futter.", beruhigte der Rothaarige den roten Kater und wedelte kurz mit dem Zauberstab worauf hin sich der Küchenschrank öffnete, eine Schüssel und Katzenfutter heraus schwebten und sich zu einem Fressen für den Kater vermengten. Als der Knieselkater versorgt war, legte er schließlich den Mantel ab, stellte seine Espresso Maschine an und schlug die Zeitung auf. Eigentlich wollte er dieses Schundblatt was es Mitlerweile geworden war, gar nicht mehr lesen, doch alte Gewohnheiten legte man irgendwie schwer ab und so fiel sein Blick auf das Titelbild und er zog die Zeitung doch näher an sich heran. Nein!, ging es ihm durch den Kopf als er schließlich die Titelzeile las und mit jedem weiteren Wort raste sein Herz mehr und der bittere Geschmack nach Galle setzte sich in seinem Mund fest. Als er fertig war, pfefferte er die Zeitung Wutentbrannt in den Kamin, eine Reaktion die er normal zurück hielt, es nicht wagte zu viel oder zu schwierig zu sein, doch im Moment war da nur er und der eindringliche Blick seines Kniesels. Er stützte sich auf die Tischplatte und schloss die Augen, er zitterte und kämpfte gegen die Übelkeit an die sich in seinem Magen einnistete wie ein Bandwurm. Er hatte es vermutet, geahnt das es soweit kommen würde und doch hatte ein kleiner Teil weiterhin in ihm gehofft, dass sie es nicht tun würden. Das sie diese kranken, menschenverachtenden Praktiken nicht umsetzen würden. Ein kleiner Teil in ihm hatte immer noch die Hoffnung, dass sie nicht so Böse waren. Sein Kater miaute leise, so als wolle er ihn beruhigen und seine Aufgewühlten Nerven entwirren wie ein Wollknäuel. „Schon gut, schon gut, mir geht es gut.“, beruhigte er den Kniesel und strich kurz über sein Fell ehe er sich in seinen Ohrensessel fallen ließ und überlegte, was er mit dieser neuen, nun offiziellen Information tun sollte. Garfield rollte sich auf seinen Schoß zusammen und abwesend streichelte er ihm durch das Fell, so dass dieser Schnurrte und seine krallen in seiner Wollhose vergrub.